Viel Arbeit für Bergrettung
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Über 180 Meter wurden die Münchner über die vereiste und teilweise überhängende Wand abgeseilt.Foto: Bergrettung Kufstein
Foto: Bergrettung
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Kufstein – Die Bergretter in Kufstein sind für den Ernstfall gerüstet. Dies zeigte sich bei der Jahreshauptversammlung, bei der Ortsstellenleiter Richard Brandauer einen Blick zurück machte. Im Vorjahr sind 1197 Einsatzstunden bei 66 Einsätzen angefallen, bei denen 70 Personen (18 Einheimische und 52 Gäste) geborgen wurden.
Als Beispiel für die Arbeit der Bergretter hat Brandauer den Einsatz am Nachmittag des 23. Oktober 2011 herausgepickt. Damals wollte ein Paar aus München über den Widauersteig an der Nordseite des Scheffauers zum Gipfel, kam aber aufgrund von Vereisung, tiefen Schnees und extremer Kälte nicht mehr weiter und setzte einen Notruf ab. Elf Mann der Bergrettung stiegen zu den erschöpften und völlig unterkühlten Personen auf. Nach Erstversorgung mit warmen Getränken, Daunenanorak und Handschuhen wurden sie mit zwei Bergrettern rund 180 Meter über die vereiste und teilweise überhängende Wand abgeseilt.
Damit rasch Hilfe geleistet werden kann, wird von Pfingsten bis Ende Oktober an Sonn- und Feiertagen Bereitschaftsdienst am Stripsenjoch sowie beim Einsatzfahrzeug in Kufstein gemacht. Die Mannschaft besteht derzeit aus 45 Mitgliedern, darunter zwei Anwärter. Als neue Kameraden wurden Bernd Michlmayr, Armin Ortlieb, Gerald Radlherr und Richard Kröll aufgenommen. Bei diesem Abend wurden auch verdiente Mitglieder geehrt: Wolfgang Lackner und Otto Zöttl für 40 Jahre und Franz Schwazer für 60 Jahre Mitgliedschaft. (TT)






