Aus Liebespech auf Anklagebank
Innsbruck – „Ich bekenne mich schuldig!“ Der Angeklagte, 14 Jahre lang zuverlässiger Mitarbeiter einer Geldtransportfirma, versuchte am Dienstag am Innsbrucker Landesgericht erst gar nicht, seine Verantwortung zu leugnen. Ja, er habe Geld aus Wechselautomaten eingesteckt, anstatt es bei seinem Arbeitgeber abzuliefern. Unterm Strich veruntreute der knapp 50-Jährige auf diese Weise zwischen Jänner und Oktober des Vorjahres 31.700 Euro.
Schließlich war‘s der Angeklagte selbst, der seinen Chef und damit auch die Behörden informierte.
Sein Motiv für die Veruntreuung: finanzielle Probleme nach dem Ende einer Beziehung. Mit Lottospielen versuchte der Innsbrucker, seinen Kontostand in Ordnung zu bringen. Erfolglos.
Für seine Offenheit wurde der Angeklagte mit einer ungewöhnlich milden Entscheidung belohnt. Der Richter stimmte einer Diversion zu (nicht rechtskräftig). (tom)




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