Götzens halbiert seine Schulden
Von Thomas Buchner
Götzens – Jeweils zwei Millionen Euro für den Bau der Eishalle, die Sanierung des Gemeindezentrums und Investitionen in die Infrastruktur der Skigebiete Mutterer Alm und Götzner Bahn: In den vergangenen Jahren hat die Gemeinde Götzens einiges an Geld in die Hand genommen, um die Attraktivität des Dorfes zu steigern. Zu den genannten Ausgaben kamen noch weitere Millionen, die in den letzten fünf Jahren in den Götzner Kanal flossen. Die Sanierung der gesamten Kanalanlage und der Wasserleitungen verschlang fünf Millionen Euro.
Das alles ist natürlich nicht ohne Auswirkungen auf die Finanzgebarung der Mittelgebirgsgemeinde geblieben: Zum Jahresende 2010 betrug der Verschuldungsgrad beachtliche 89 Prozent. Das bedeutet, dass der Haushalt von Götzens einen außergewöhnlich hohen Anteil an Fremdkapital aufzuweisen hatte. „Die Krise in den Jahren 2008 und 2009 hat die Ertragsanteile vom Bund deutlich schrumpfen lassen, während die Rückzahlungen der Darlehen gleich hoch geblieben sind“, erläutert der Götzner Bürgermeister Hans Payr einen Grund, wie es zu einem so hohen Schuldenstand kommen konnte.
Durch den Verzicht auf größere Investitionen im Jahr 2011 und durch eine Steigerung der Ertragsanteile gelang es den Götznern im Eilzugstempo, den Verschuldungsgrad auf 50 Prozent zu drücken. Ein großer Schritt in die richtige Richtung, aber für Bürgermeister Hans Payer ist der Schuldenstand immer noch zu hoch. „Wenn heuer alles nach Plan geht, dann sollten wir am Ende des Jahres bei einer Verschuldung von 30 Prozent stehen“, blickt der Ortschef zuversichtlich voraus.
Der Rechnungsabschluss, den die Obfrau des Überprüfungsausschusses, Silvia Abentung, kürzlich präsentiert hat, wurde vom Gemeinderat einstimmig angenommen. Auch die anderen Fraktionen segneten den Kassasturz von 2011, trotz eines Minus von 114.000 Euro, ab.



