„Titanic II“ soll vom Stapel laufen
Von Helmut Mittermayr
Reutte – Nur weil ein „Schiff“ im Volksmund den Namen Titanic verliehen bekam, muss es keineswegs untergehen. Ganz im Gegenteil – es ist derart erfolgreich unterwegs, dass es Überlegungen gibt, direkt daneben einen Zwillingsdampfer erneut auf Schrettergrund zwischen der Molkerei Reutte und der Mühler Straße aufzustellen.
Im Zentrum Reuttes wurde im November 2010 am ehemaligen Schretterareal von der Vorarlberger Zima-Gruppe ein modernes, im Aussehen an ein Schiff erinnerndes Mehrzweckgebäude errichtet. Dort, wo früher Kohleboxen und das alte Schretterhaus die Ansicht prägten, erhielt das Marktzentrum eine Aufwertung und ein großes Lebensmittelgeschäft, Post, Drogeriemarkt und mehrere Wohnungen sind seither im Gebäude beheimatet. Der Bau ist inzwischen so gut eingeführt, dass Zima konkrete Überlegungen anstellt, direkt daneben ein gleich aussehendes Zwillingsgebäude zu errichten. Im Parterre soll wieder ein großes Geschäft Platz finden, darüber kämen wie schon erfolgreich praktiziert Eigentumswohnungen.
Immobilienmakler Wolfgang Trs, der bei erfolgreichem Bau die elf Wohnungen unters Volk bringen würde, weiß, dass für das Geschäftslokal ein Investor gesucht wird. „Davon hängt jetzt alles ab. Mit zwei Interessenten wird gerade verhandelt“, sagt er. Trs will keine Namen nennen, auch nicht bestätigen, dass es diesbezüglich schon Gespräche zwischen Zima und Hervis gibt. Als Generalunternehmer könnte wieder Holzbau Saurer auftreten. Fix ist allerdings noch nichts.
Das Schretter-Wohnhaus (im Bild rechts) würde teilweise verkauft, in das Projekt eingebunden und das Aussehen adaptiert. Michael Schretter, der die Umstrukturierung des alteingesessenen Unternehmens vorantreibt, bestätigt die Verkaufsabsicht. Der östliche Teil des Wohnhauses bliebe im Besitz mehrerer Wohnungseigentümer, der westliche Teil würde an Zima gehen; auch die dahinterliegende 900 Quadratmeter große Fläche. Um den erhofften Deal nicht zu gefährden, wurde dem Mieter Bluebox im Parterre schon gekündigt. Läuft alles nach Plan, könnte noch heuer mit dem Bau gestartet werden. Schretter hat mit 1. Jänner auch den Heizölverkauf aufgegeben.







