12.04.2012
Imst

Der Imster Johannesplatz wird heuer zum Strand

Der „Citybeach“ soll bei Schönwetter so richtig Lust auf die Innenstadt machen. „Eine Bereicherung“, freut sich der Stadtchef.
Am Platz bei der Johanneskirche soll der Citybeach mit 70 Sitzplätzen an schönen Tagen seine Tore öffnen. Die Betreiber sehen darin einen Beitrag zur Belebung der Imster Innenstadt.Foto: Paschinger
Foto: Shakerz
   

Von Alexander Paschinger

Imst – Weißer Karibik-Sand, Strandstühle, Palmen, eine Beachbar und dazu Cocktails – dieses Urlaubsidyll muss man heuer nicht irgendwo im Süden in Übersee suchen, sondern wird es am Imster Johannesplatz finden. In Innsbruck und Bregenz gibt es bereits recht erfolgreich diese Modelle – heuer soll es erstmals im Herzen von Imst eine derartige Oase geben. „Das kann eine echte Bereicherung für die Stadt sein“, freut sich Stadtchef Stefan Weirather über die Initiative von Raphael Lechner und Michael Spiss.

Die beiden betreiben seit drei Jahren das Shakerz in der Kramergasse. „Es werden viele Projekte unternommen, die Imster Innenstadt zu beleben“, meinen die beiden Unternehmer, „diese grundsätzliche Idee der Belebung der Innenstadt wollen wir aktiv unterstützen.“

Gedacht ist, den Strand von Mitte April bis Mitte September bei schönem Wetter von 14 bis 22 Uhr zu öffnen. Als besonderes Zuckerl winken dabei heuer auch die Fußball-Europameisterschaften von 8. Juni bis 1. Juli. Da wollen Lechner und Spiss die Innenstadt mit einem Public Viewing per Beamer und Leinwand erfreuen. Die Tatsache, dass sich der nächste Citybeach in Innsbruck befindet, legt für die beiden Gastronomen die Vermutung nahe, dass nicht nur Imster das Angebot wahrnehmen werden, sondern der Strand ein Anziehungspunkt für Gäste zwischen Telfs und Landeck sein wird.

Ursprünglich wäre der Citybeach am Platz hinter der Johanneskirche geplant gewesen, wo im Advent der Weihnachtsmarkt stattfindet. Inzwischen ist man aber auf den Vorplatz beim Würtenberger-Haus ausgewichen. Eigentümer StR Hans Strobl stellt diesen Raum kostenlos zur Verfügung. „Es ist ein Versuchsballon, wie es die Leute annehmen“, erklärt Strobl auf Anfrage.

Wichtig ist Strobl allerdings, dass „die Anlage binnen einer Woche wieder abgebaut werden kann“. Im Vordergrund stehe jetzt sicherlich das „Strand-Feeling“, freut sich auch Strobl auf einen sonnigen Sommer.

„Sollte sich aber schnell etwas mit dem City Coaster ergeben, dann müssten sie natürlich weg.“

Tiroler Tageszeitung, Printausgabe vom Do, 12.04.2012
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