Vom Zankapfel zum Schmuckkästchen
Von Nikolaus Paumgartten
Ampass – Bürgermeister Hubert Kirchmair, gleichzeitig auch der Kommandant der Ampasser Feuerwehr, strahlte gestern Vormittag mit der Sonne um die Wette. Immerhin galt es, die neue Feuerwache sowie das Vereinsheim der Musikkapelle und den Bauhof der Gemeinde feierlich zu segnen und damit offiziell in Betrieb zu nehmen.
Dabei war der Standort des multifunktionalen Gebäudes politisch heftig umstritten, wie sich auch Kirchmair in seiner Rede erinnerte: „Sobald der Standort fixiert war, haben alle mitgearbeitet. Bis dahin war es aber die Hölle auf Erden.“
Tatsächlich ließ die Debatte um den idealen Bauplatz für eine neue Feuerwache die Wogen in der Gemeindepolitik monatelang hochgehen. Dass die Florianijünger dringend ein neues Zuhause benötigten, darin waren sich die politischen Vertreter im Grunde stets einig. Im Winter 2009 setzte es jedoch von Seiten der Opposition heftige Kritik am Vorgehen Kirchmairs, als dieser der Feuerwehr und der Musikkapelle – sie sollte ebenfalls ein neues Vereinsheim bekommen – die Grobplanung eines Projektes im so genannten Gröbental präsentierte. Der Vorwurf der Opposition damals: Kirchmair habe am Gemeinderat vorbei die Weichen für einen Neubau gestellt. Was folgte, waren heftige Auseinandersetzungen und ein monatelanges Ringen um den Standort. „Es war halt kurz vor der Gemeinderatswahl“, erinnerte sich der Bürgermeister gestern.
Schließlich fand sich eine knappe Mehrheit für den Standort, einer Fläche von 2500 m² südöstlich des Gemeindezentrums. Nach dem Spatenstich Ende November 2010 und einer Bauzeit von rund einem Jahr übersiedelten Ende des vergangenen Jahres Feuerwehr, Musikkapelle und der Gemeindebauhof in das von Architekt Christoph Schwaighofer geplante Gebäude.
Nicht ohne Stolz verwies BM Kirchmair darauf, dass die Baukosten von rund zwei Millionen eingehalten werden konnten und bedankte sich beim Land, das das neue Ampasser Schmuckkästchen mit 920.000 Euro subventioniert hat.



