Bus statt Zug ärgert die Grünen und freut die Freiheitlichen
Lienz, Innsbruck – Ab 11. Juni verbindet ein Schnellbus die Osttiroler Bezirkshauptstadt über Südtirol mit Innsbruck. Denn über den Sommer sanieren die ÖBB die Brennerstrecke, die bis Ende September gesperrt ist. Ein Schienenersatzverkehr kommt zweimal pro Tag zum Einsatz. Der neue Doppelstockbus ist in weniger als drei Stunden in Innsbruck und unterbietet damit den Zug um eine halbe Stunde. Es gibt nur vier Halte: Mittewald, Tassenbach, Sillian und Arnbach. Über den Sommer sollen Fahrgäste die Neuerung testen und ihre Meinung dazu abgeben.
Kritik an dem Bahn-Ersatz kommt von den Grünen: Der Bus dürfe keine Dauerlösung werden, meint Klubobmann Georg Willi. „Ich zweifle an der Fahrplanstabilität, denn auf der Straße durchs Pustertal gibt es immer wieder Staus und damit Verspätungen. Deshalb muss die Zukunft des öffentlichen Verkehrs zwischen Osttirol und Tirol der Bahn gehören“, ergänzt Grünen-Sprecher Sepp Brugger. Anders sehen das die Freiheitlichen: „Diese neue Direktverbindung ist eine Idee von uns. Wir freuen uns, wenn Ideen von uns umgesetzt werden“, erklärt FPÖ-Landtagsabgeordneter Anton Frisch. Die FPÖ hat vor Kurzem einen Antrag im Landtag auf bessere Verbindungen von Lienz nach Innsbruck gestellt und einen Fernreisebus gefordert. (TT)






