Archiv

Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom 30.08.2013

Innenpolitik

ÖVP macht sich gemeinsam Mut

Bei der Klubklausur in Schladming schwört sich ÖVP auf Richtungsentscheidung ein.

ÖVP-Parteiobmann Michael Spindelegger zeigte Innenministerin Mikl-Leitner und Staatssekretär Kurz, wo es langgehen soll.Foto: APA/Gindl

© APA ÖVP-Parteiobmann Michael Spindelegger zeigte Innenministerin Mikl-Leitner und Staatssekretär Kurz, wo es langgehen soll.Foto: APA/Gindl

drucken

Schladming – Die ÖVP nützte ihre zweitägige Klubklausur in Schladming, um sich für das Wahlkampffinale zu motivieren und nach außen hin Einigkeit zu demonstrieren. Zum Auftakt am Donnerstagabend wählte man einen Hüttenabend und drehte gemeinsam eine kleine Runde für die Fotografen.

Am Freitag war dann alles auf den 29. September hin abgestimmt, der aus Sicht der ÖVP eine Richtungsentscheidung bringen müsse, wie Klubchef Karlheinz Kopf mehrmals betonte. „Entfesseln und Jobs schaffen à la ÖVP oder belasten und Jobs vernichten à la SPÖ“, so Kopf. Parteichef Michael Spindel­egger ging mit dem Koalitionspartner SPÖ hart ins Gericht und grenzte sich etwa beim Thema Familie und Bildung – Stichwort Ganztagsschule – von der Kanzlerpartei ab. „Was wir wollen, ist Entlastung und keine neuen Steuern. Wir wollen mehr Arbeitsplätze und keine neuen Schulden. Das ist die Botschaft von Schladming.“

Spindelegger will Kanzler werden und eine „Reformregierung bilden“. Als Erster könnte er sich den Koalitionspartner aussuchen und mit diesem möchte er gemeinsam Projekte präsentieren, die es für Österreich brauche. Notwendig wären mitunter „schmerzliche Reformen“ und mehr Flexibilität. Um Arbeitsplätze zu schaffen, brauche es eine Gründungsoffensive und eine „Entfesselung“ der Bürokratie, forderte Spindelegger. (APA, TT)

drucken