Einer der beiden U-Bahn-Attentäter von Minsk hingerichtet
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Der weißrussische Staatschef Lukaschenko hatte am Mittwoch eine Begnadigung der beiden Männer abgelehnt.
Foto: REUTERS
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Minsk - Knapp ein Jahr nach dem Bombenanschlag auf die U-Bahn der weißrussischen Hauptstadt Minsk ist einer der beiden verurteilten Täter hingerichtet worden. Die Angehörigen von Wladislaw K. seien vom Obersten Gericht des Landes darüber informiert worden, dass dieser erschossen worden sei, erklärte die Menschenrechtsgruppe Wiasna am Samstag unter Berufung auf eine Schwester des Hingerichteten.
Der Oberste Gerichtshof des Landes hatte K.und den ebenfalls angeklagten Dmitri K. Ende November wegen des Anschlags auf die Minsker U-Bahn-Station Oktjabrskaja am 11. April 2011 zum Tode verurteilt. Damals waren 15 Menschen getötet und mehr als 160 verletzt worden. Der Bahnhof liegt in der Nähe des Büros und der Residenz des autoritär regierenden Staatschefs Alexander Lukaschenko. Es war der schwerste Anschlag in Weißrussland seit der Unabhängigkeit des Landes von der Sowjetunion im Jahr 1991.
Lukaschenko hatte am Mittwoch eine Begnadigung der beiden Männer abgelehnt. Die EU und die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), der Weißrussland angehört, hatten daraufhin gefordert, die Hinrichtung aufzuhalten. Nach dem Anschlag waren Spekulationen aufgekommen, die Regierung selbst könnte für die Tat verantwortlich sein, weil sie ein hartes Vorgehen gegen innenpolitische Gegner rechtfertigen wollte. (APA/AFP)
aktualisiert: Sa, 17.03.2012 11:47





