28.08.2012, 17:07  Aktualisiert: 28.08.2012, 20:35 
Niederösterreich

Männer im Waldviertel bei Arbeiten verschüttet: Beide tot

Die Männer waren mit der Verlegung von Rohren beschäftigt, als der Graben plötzlich einstürzte. Für sie kam jede Hilfe zu spät.
Die Feuerwehr versuchte zunächst mit bloßen Händen und Schaufeln versucht, die Verschütteten zu finden, während das Erdreich immer wieder nachrutschte.
Foto: Robert Parigger (Symbolfoto)

Zwettl – Zwei Männer, Vater und Sohn, sind am Dienstag bei privaten Arbeiten im Waldviertel von Erdmassen begraben worden. Eine verzweifelte Rettungsaktion, an der 50 Mitglieder von vier Feuerwehren beteiligt waren, blieb ohne Erfolg. Am Abend wurden die Leichen der Männer in sieben Meter Tiefe gefunden, berichtete Franz Resperger von der niederösterreichischen Feuerwehr.

Der Vater und sein Sohn - nähere Angaben langen zunächst nicht vor - dürften in einem Wald bei Wetzlas (Bezirk Zwettl) in fünf bis sechs Metern Tiefe damit beschäftigt gewesen, ein Abflussrohr zu einem Fischteich zu verlegen. Die Arbeiten könnten im Zusammenhang mit dem Vorhaben, einen Brunnen zu graben, gestanden sein. Die genaueren Umstände waren aber noch unklar, so Resperger. Plötzlich stürzte die Künette seitlich ein und begrub die Männer.

Kurz vor 15.00 Uhr ging der Notruf bei der Feuerwehr ein. Nach Informationen von Resperger habe eine aufgeregte Dame - offenbar eine Augenzeugin des Unglücks - telefonisch Alarm geschlagen.

Die Situation am Einsatzort war „dramatisch“, betonte Resperger. Man habe zunächst mit bloßen Händen und Schaufeln versucht, die Verschütteten zu finden, während das Erdreich immer wieder nachrutschte, schilderte er die Gefährlichkeit des Einsatzes. Ein Bagger schützte später die Helfer in der Künette, mit einem zweiten sowie mit Schaufeln wurde vorsichtig nach den Opfern gegraben.

Am Abend stießen die Einsatzkräfte in sieben Meter Tiefe auf die erste Leiche. Bis zu diesem Zeitpunkt waren 45 Kubikmeter Erde an der Unglücksstelle abgetragen worden. Kurz vor 20.00 Uhr herrschte traurige Gewissheit: Auch der Sohn überlebte das Unglück nicht. Seine Leiche wurde in der selben Tiefe, aber an anderer Stelle gefunden. (APA)

Tiroler Tageszeitung, Onlineausgabe vom Di, 28.08.2012  17:07
aktualisiert: Di, 28.08.2012  20:35
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