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Letztes Update am In House / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe

Suche nach verschütteten Minenarbeitern im Sudan eingestellt

Für die rund hundert Verschütteten gibt es keine Hoffnung mehr.

Karthum – Nach dem Einsturz einer Goldmine im Sudan haben die Behörden am Samstag die Suche nach mehr als hundert Verschütteten eingestellt. Die Sucharbeiten in der Mine in Jebel Amir in der Region Darfur seien zu gefährlich, sagte ein Bergarbeiter am Unglücksort. Insgesamt seien nur acht Leichen geborgen worden.

Bei dem Einsturz der illegalen Mine waren am Montag nach Angaben von Bergleuten etwa 100 ihrer Kollegen verschüttet worden. Auch neun Rettungskräfte wurden später verschüttet. Ein Behördenvertreter sprach am Donnerstag in einer vorläufigen Bilanz von mehr als 60 Toten. Da es keine Listen der Bergarbeiter gibt, ist die Opferzahl schwer zu bestimmen.

Anfang des Jahres hatte ein Mitarbeiter einer humanitären Organisation geschätzt, dass in den Minen von Jebel Amir fast 70.000 Menschen arbeiten. Die illegalen Minen sind ein sehr wichtiger Wirtschaftsfaktor im Sudan und produzieren deutlich mehr Gold als die offiziell genehmigten Bergwerke.

2011 zählte die Regierung mehr als 200.000 Arbeiter in den illegalen Minen. Im vergangenen Jahr schafften sie laut Bergbauminister Kamal Abdel Latif 41 Tonnen Gold im Wert von 2,5 Milliarden Dollar (1,9 Milliarden Euro) an die Oberfläche. (APA/AFP)