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Somalia

Mindestens elf Tote bei Bombenanschlag in Mogadischu

Der Anschlag richtete sich gegen einen Konvoi von Regierungsfahrzeugen.

Mogadischu – Bei einem Bombenanschlag in der somalischen Hauptstadt Mogadischu sind am Sonntag mindestens elf Menschen getötet worden. Der Attentäter habe ein mit Sprengstoff beladenes Auto in einen Regierungskonvoi gesteuert, teilte die Polizei mit. Es habe eine schwere Explosion gegeben. Die Menschen in dem angegriffenen gepanzerten Regierungsfahrzeug seien unverletzt geblieben, auch wenn der Wagen schwer beschädigt wurde. Wem der Anschlag konkret galt, war zunächst unklar.

In der Vergangenheit gab es immer wieder tödliche Angriffe der radikalislamischen Shabaab-Miliz. Zu dem Anschlag vom Sonntag bekannte sich zunächst niemand. Kurz zuvor hatte jedoch der Shabaab-Kommandant Ahmed Abdi Godane in einer Audio-Botschaft zu weiteren „Märtyrer-Aktionen“ aufgerufen.

Am Dienstag findet in London eine internationale Konferenz statt, bei der es um die Verbesserung der Sicherheitslage und die künftige Entwicklung des ostafrikanischen Landes gehen soll. Die Islamisten hatten von 2009 bis 2011 große Teile der Hauptstadt unter ihrer Kontrolle, wurden allerdings danach vom Militär mit Hilfe afrikanischer Friedenstruppen zurückgedrängt. Seitdem haben sie immer wieder Bombenanschläge verübt. (APA/AFP/Reuters)