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USA

Amokläufer von Santa Monica war ehemaliger Student

Nach dem Amoklauf in Santa Monica gelangen Einzelheiten der Tat an die Öffentlichkeit. Der Täter habe mehrere Waffen und etwa 1300 Schuss Munition bei sich gehabt.

Los Angeles - Der Amokläufer von Santa Monica, der in der kalifornischen Stadt fünf Menschen erschossen hat, war früher ein Student der Universität, in der er letztlich von Polizisten gestellt und getötet wurde. Dies gab am Samstag Polizeichefin Jaqueline Seabrooks bekannt. Der Täter habe mehrere Waffen und etwa 1300 Schuss Munition bei sich gehabt.

Die Zahl der Opfer ist am Sonntag auf fünf gestiegen. Dem Sender CNN zufolge erlag eine 26-jährige Frau ihren Verletzungen. Sie befand sich zusammen mit ihrem - ebenfalls getöteten - Vater in einem Geländewagen, auf den der Schütze gefeuert hatte.

Der Amokläufer habe „eine Tasche voll geladener Magazine“ getragen, sagte Seabrooks. Während er am Freitag durch die Straßen von Santa Monica an der US-Pazifikküste zog, habe er mit einer Handfeuerwaffe und einem halbautomatischen Sturmgewehr um sich gefeuert.

Letztlich sei er auf das Gelände seiner früheren Universität gegangen. „Der Verdächtige spazierte über den Campus und schoss dabei um sich.“ Der 23-Jährige wurde in der Bibliothek des Santa Monica Colleges von Polizisten gestellt, die ihn erschossen.

Der Täter begann seinen Amoklauf in einem nahe der Universität gelegenen Haus, wo er nach Angaben der Behörden seinen Vater und seinen Bruder tötete. Insgesamt starben durch Schüsse des Amokläufers am Freitag vier Menschen, mehrere weitere wurden verletzt. Der ganze Amoklauf dauerte nur rund zehn Minuten.

Zu einem möglichen Motiv für die Bluttat äußerte sich die Polizei zunächst nicht. Die Ermittler gehen inzwischen davon aus, dass der Schütze alleine handelte.

Erst Mitte Mai waren bei einer Parade in New Orleans 19 Menschen durch Schüsse verletzt worden. Unter den Opfers waren auch Kinder. Mitte Dezember tötete ein Amokläufer an einer Schule in Newtown (Connecticut) 20 Kinder und sechs Erwachsene. Seitdem ist in den USA die Debatte um das Waffenrecht wieder lauter geworden. Der Widerstand gegen eine Verschärfung ist jedoch stark. Einige Staaten haben ihr Waffenrecht seitdem sogar gelockert. (APA/AFP/dpa)