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Britin starb bei Durchquerung des Ärmelkanals

Beim Versuch den Ärmelkanal zwischen Dover und Calais zu durchschwimmen, ist eine Frau aus Großbritannien ums Leben gekommen. Das Begleitboot der Britin habe die französische Küstenwache um einen Defibrillator gebeten, hieß es,

Calais – Eine Britin ist durch den Versuch zu Tode gekommen, den Ärmelkanal schwimmend zu durchqueren. Wie die französischen Behörden mitteilten, wurde die Frau am Sonntagnachmittag von einem Rettungshubschrauber aus dem Gewässer geholt und in ein Krankenhaus in Nordfrankreich gebracht, wo sie starb. Das britische Außenministerium bestätigte am Montag den tragischen Todesfall.

Das Begleitboot der Britin habe am späten Sonntagnachmittag die französische Küstenwache um einen Defibrillator gebeten, als sie sich nordöstlich des Kap Gris-Nez in der Bucht von Wissant befanden, teilten die Behörden mit. Ein Marinehelikopter habe die Frau abtransportiert, doch sei sie knapp zwei Stunden nach ihrer Bergung im Krankenhaus von Boulogne-sur-Mer gestorben.

Das Außenamt in London bestätigte den Todesfall. Laut britischer Polizei handelte es sich um Susan Taylor, die Berichten zufolge um die 30 Jahre alt war. Taylor hatte sich für wohltätige Zwecke eingesetzt. Laut ihrer Spendensammel-Website trieb sie knapp 3000 Pfund (3500 Euro) für ein Kinder-Hospiz und 2200 Pfund für den britischen Diabetes-Verband ein. Auch nach ihrem Tod gingen noch Spenden ein.

Auf ihrer Website beschrieb Taylor das Durchschwimmen des Ärmelkanals als größere Herausforderung als die Besteigung des Mount Everest. „Weniger als 1000 Menschen haben das 21-Meilen-Schwimmen durch den Ärmelkanal geschafft, wohingegen mehr als 3000 auf den höchsten Berg der Welt stiegen“, schrieb sie. „Nur einer von zehn Menschen, die für den Kanal trainieren, schafft es tatsächlich.“

Wegen des starken Schiffsverkehrs und der teilweise schwierigen Wetterbedingungen ist es verboten, den Ärmelkanal von Frankreich nach Großbritannien zu durchqueren. Zwei britische Vereine haben jedoch die Erlaubnis, in der entgegengesetzten Richtung von Großbritannien nach Frankreich die 34 Kilometer lange Durchquerung zu organisieren. Laut den Behörden waren am Sonntag die Wetterbedingungen mit einem leichten Wind und einer Wassertemperatur von 15 Grad Celsius nicht schlecht.

Kevin Murphy vom Verein Channel Swimming and Piloting Federation, der mit Taylor für die Ärmelkanal-Durchquerung trainiert hatte, erklärte, er sei „unglaublich traurig“ über ihren Tod. Sie sei eine „wunderbare, nette Frau“ gewesen, die bei allen beliebt gewesen sei. (APA/AFP)