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Neuseeland

Starke Erschütterungen in Neuseeland: Erdbeben der Stärke 6,5

Nach dem Erdbeben der Stärke 6,5 in Neuseeland gab es am Sonntag zunächst keine Berichte über Opfer oder große Schäden. Eine Tsunami-Warnung blieb aus.

Wellington - Ein Erdbeben der Stärke 6,5 hat am Sonntag Neuseeland erschüttert. Nach Angaben der Stadtverwaltung in Wellington wurde ein Mensch verletzt. „Das Beben war unzweifelhaft erschreckend, aber es scheint keine größeren Schäden gegeben zu haben“, sagte Bruce Pepperell vom Zivilschutz der Hauptstadt. Auch eine Tsunami-Warnung wurde nicht ausgesprochen.

Das Beben ereignete sich nach Angaben des nationalen Beobachtungszentrums GeoNet um 17.09 Uhr (Ortszeit) zwischen der Nord- und Südinsel in 17 Kilometern Tiefe. In der Hauptstadt Wellington wurden die Bewohner vorsichtshalber aufgefordert, dem Zentrum der Stadt fernzubleiben.

Die Telefonleitungen seien unmittelbar nach dem Beben kurzfristig überlastet gewesen, als viele Menschen ihre Freunde und Familien verständigen wollten. Sicherheitshalber sei der Flughafen in Wellington geschlossen worden, für den Zugverkehr wurden Bahngleise, Brücken und Tunnel überprüft. Die Feuerwehr wurde zu mehreren Menschen gerufen, die in der Hauptstadt Wellington in Aufzügen festsaßen.

Das neuseeländische Überwachungszentrum GeoNet beschrieb das jüngste Beben der Stärke 6,5 als „ernsthaft“.

Im Februar 2011 waren bei einem Erdbeben mit der Stärke von 6,3 in Christchurch auf der Südinsel Neuseelands 185 Menschen ums Leben gekommen.

In Neuseeland sind Erdbeben keine Seltenheit. Der Inselstaat liegt auf dem pazifischen Feuerring, auf dem mehrere Kontinentalplatten zusammentreffen. In dem Gebiet ereignen sich jährlich bis zu 15.000 Erdstöße. (APA/AFP/dpa)