WC-Entleerung hat bald ein Ende
Kals a. G. – Pro Sommer nächtigen 3500 bis 4000 Gäste auf der Erzherzog-Johann-Hütte am Großglockner, besser bekannt als Adlersruhe. Die menschlichen Bedürfnisse der Touristen sind zwar auf 3454 Metern Seehöhe gleich wie im Tal, die sanitären Einrichtungen sind es aber nicht. „Die Trockenkompostieranlage, die vor etwa 20 Jahren errichtet wurde, funktioniert hier nicht, weil es zu kalt ist“, schildert Hüttenwirt Peter Tembler. „Die Bakterien sterben ab.“
So bleibt Tembler nichts übrig, als die Kloakebehälter unterhalb der WCs händisch zu leeren. „Ich muss das Ganze durch eine kleine Öffnung in Säcke schöpfen und die Säcke mit der Seilbahn ins Tal schicken“, schildert der Hüttenwirt. Das sei inzwischen unerträglich geworden. „Und die Geruchsbelästigung rund um die Hütte und bei der Seilbahn kann man sich vorstellen.“ Nun will der Besitzer – der Österreichische Alpenklub (ÖAK) – ab Juni die gesamte WC-Anlage erneuern. Mit dem neuen System beschränkt sich die Entleerung der Behälter auf einmal pro Sommer, auch ein Abluftsystem ist geplant. Doch der kleine Klub mit seinen 400 Mitgliedern ist auf finanzielle Hilfe angewiesen. Deshalb hält Nanga-Parbat-Besteiger Hans Goger am 3. März (20 Uhr) einen Vortrag in der Wirtschaftskammer Lienz. Der Erlös kommt der Sanierung zugute. (co, TT)







