Von mehr Kindern und weniger Geld
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Innsbruck – Migration, Integration, Emotion. Die Ausländerthematik lässt nicht nur an den Stammtischen seit Jahren die Diskussionen hochkochen. Der Migrationsbericht des Innenministeriums für die Bundesländer schlüsselt jetzt auch für Tirol die Zuwanderungsdaten genau auf.
Deutschland vor der Türkei. Das Ergebnis der Fußball-EM-Qualifikation spiegelt auch die führenden Herkunftsländer von Menschen aus dem Ausland in Tirol wider. 115.500 Personen haben hier ihre Heimat gefunden, das ist jeder Sechste. Darunter 36.200 Deutsche, 20.000 Türken, aber auch 2000 Niederländer oder 1500 Briten. 9100 Menschen stammen aus Italien, die meisten aus Südtirol.
Innsbruck (25 %) hat unter den Bezirken den höchsten, Lienz (5,9 %) den kleinsten Bevölkerungsanteil. Im vergangenen Jahr zogen 10.678 Menschen zu (siehe Grafik), 8539 Personen verließen Tirol wieder.
Klare Unterschiede gibt es zwischen In- und Ausländern bei Einkommen und Kinderzahl: Tiroler Frauen bekamen mit statistisch gerechnet 1,36 Babys deutlich weniger Nachwuchs als Ausländerinnen (1,8 Kinder). Spitzenreiter waren in dieser Statistik Frauen aus der Türkei mit 2,3 Kindern. Ausländischen Staatsangehörigen steht dagegen durchschnittlich nur 87 Prozent des Einkommens der Inländer zur Verfügung. Das Mediaeinkommen von Menschen aus der Türkei war mit 16.800 Euro besonders gering. Arbeitnehmer aus Tirol verdienten dagegen laut Statistik Austria durchschnittlich 21.400 Euro.
In Tirol wurden zuletzt 1229 Asylwerber aus 60 Nationen gezählt, 2006 waren es noch fast 1600. Tirol erfüllt die Quote zu 80 Prozent und liegt damit österreichweit an letzter Stelle. Rund 1000 Menschen leben in 18 organisierten Quartieren. Durchschnittlich bekommen sieben von zehn Asylwerbern einen negativen Asylbescheid. (TT)






