19.10.2011
Innsbruck

Bei Rotlicht bitte blechen

In Innsbruck werden mehr Kreuzungen mit Rotlicht-Blitzern überwacht als in Wien.
Die Rotlicht-Blitzer überwachen die Kreuzungen Innsbrucks.Foto: Böhm
Foto: TT / Thomas Boehm
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Blitzer – Standorte

Standorte in Innsbruck. Kreuzung Andechsstraße/Langer Weg; Andechsstraße/Gumppstraße; Reichenauer Straße/bei Pauluskirche; Innstraße/Schmelzergasse; Höttinger Au/Höttinger Auffahrt; Mitterweg/Angergasse; Egger-Lienz-Straße/Innrain; Amraser Straße/Amraser-See-Straße

Strafen. Der Strafrahmen liegt bei 726 Euro. Im Durchschnitt beträgt die Strafe etwa 70 Euro.

Von Matthias Christler

Innsbruck – Bitte lächeln, denn über den Straßenkreuzungen in Innsbruck wachen die Rotlichtkameras. Ignoriert ein Autofahrer die Ampel, wird der Blitz ausgelöst. An acht Kreuzungen – mehr als in der Millionenstadt Wien – stehen die automatisierten Rotlichtüberwachungskameras. Sie schlagen in drei Fällen zu: Entweder ein Lenker übersieht die Ampelanlage aus Unachtsamkeit, er ignoriert sie bewusst oder er versucht im letzten Moment die Kreuzung zu überqueren. Egal aus welchem Grund, „das sind keine Kavaliersdelikte“, sagt Markus Widmann, Leiter der Landesverkehrsabteilung der Polizei. Das schlägt sich im Strafrahmen nieder. Bis zu 726 Euro kann eine Übertretung kosten. Im Durchschnitt zahlt ein Autofahrer 70 Euro.

„Wenn dabei ein anderer Verkehrsteilnehmer zum Ausweichen oder zum Bremsen genötigt wird, kann es bis zu einem Vormerkdelikt kommen“, sagt Widmann. Dann sind Strafen bis zu 2800 Euro möglich. Im Jahr 2010 wurden 3185 Übertretungen gezählt; im heurigen Jahr waren es bis Ende September 2602.

Im Gegensatz zu anderen Landeshauptstädten, in denen Kreuzungen erst langsam mit dem System ausgestattet werden, wird in Innsbruck über einen neuen Standort nachgedacht. Gerhard Ditz, stellvertretender Polizeidirektor von Innsbruck: „Wenn wir bei einer weiteren Kreuzung eine Gefährdung sehen, kann es zu einer neuen Gewichtung kommen.“ Die Kosten für einen Rotlicht-Blitzer liegen bei mehr als 10.000 Euro. Für die Anlage werden zwei Induktionsschleifen in die Fahrbahn eingebaut. Eine hinter der Haltelinie, die zweite im Kreuzungsbereich. Schaltet die Ampel auf Rot, wird die Kamera scharf gestellt. Für die acht Standorte in Innsbruck gibt es eine Kamera, die ständig gewechselt wird. „Auch ein Kasten ohne Kamera bringt etwas“, spricht Widmann die präventive Wirkung an.

Tiroler Tageszeitung, Printausgabe vom Mi, 19.10.2011
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