Maroni-Wettesser im Kampf gegen die Stoppuhr
Von Nikolaus Paumgartten
Innsbruck – Am Freitagvormittag ist die Innsbrucker Markthalle beim Geschäft des Obst- und Gemüsehändlers Pasquetto zu einer Kampfarena der besonderen Art umfunktioniert. An einem langen Tisch haben zwei Herren und zwei Damen Platz genommen, die Blicke angespannt auf die vor ihnen stehenden Körbchen mit heißen Maroni gerichtet. Dann das Startsignal. Sofort beginnen die vier mit hektischen Fingerbewegungen, die Kastanien zu schälen und sich anschließend in den Mund zu stopfen.
Gerhard Pasquetto hat gemeinsam mit der Markthalle zum Maroni-Wettessen geladen. „Wir wollen die Qualität unserer Maroni präsentieren und zum Verkosten einladen. Da haben wir uns diesen Wettbewerb überlegt“, erklärt Pasquetto. Es gilt, in zwei Minuten möglichst viele Maroni zu essen, wobei das Nachspülen mit Wasser nicht erlaubt ist.
„Ich bring‘ sie nicht runter“, ächzt eine der Teilnehmerinnen mit halbvollem Mund. „Und ich bring‘ sie nicht auf“, zischt die Sitznachbarin und erklärt damit ihren Kampf mit der Maroni-Schale. Doch sie sind nicht die Einzigen mit Problemen. „Gott sei Dank krieg‘ ich zu Hause noch was“, ärgert sich auch einer der männlichen Teilnehmer über die fast nicht zu knackende Schale. „Die sind zu wenig eingeritzt.“ Aber sie seien gut gewesen, zieht er nach den zwei Minuten eine positive Bilanz, auch wenn er mit dem Sieg nichts zu tun haben wird.
Der geht an Christiane Mayr, die mit ihrem Life-Radio-Kollegen Kurt Arbeiter an dem Wettbewerb teilgenommen hat. Acht Maroni in zwei Minuten bedeuten den Tagessieg und einen Gutschein für einen – richtig – Törggeleabend in einem Tiroler Wirtshaus.






