Bärensichere Mülltonnen im Alpenzoo getestet
Innsbruck – Es dauerte nicht lange, da hatte Bärendame Martina den Dreh heraussen und die Mülltonne am Boden.
Während Jungbär Ander die Sache nicht ganz geheuer war, schnupperte Martina an der Tonne und leckte den verteilten Honig genüsslich ab. Nur auf bekam sie das schwarze Ungetüm, das mit einem Stahlseil an einer schweren Platte fixiert war, nicht. Wozu das Spektakel?
Der Alpenzoo und der WWF (World Wildlife Found) präsentierten Mittwochvormittag die Spezialcontainer, die für neugierige Bärenschnauzen unzugänglich sein sollen. „Auffällige Bären werden nicht geboren, sie werden von den Menschen gemacht“, sagte Expertin Christina Reisenbichler. Und zwar wenn sie von den Zweibeinern angefüttert oder durch liegen gelassene Abfälle angelockt werden.
Die bärensicheren Abfallcontainer wurden nach kanadischem Vorbild entwickelt. In Tirol werden jetzt vier solcher Container aufgestellt. Einer im Alpenzoo, der seit der ersten Attacke von Martina bereits beschädigt ist, drei weitere im Naturpark Kaunergrad. „Wer bei den Bären A sagt, muss auch B sagen“, erklärte Ernst Partl, Chef des Naturparks. Dies sei ein wichtiger Schritt die Region, die zuletzt einigen Besuch der Tiere hatte, „bärenfit“ zu machen. (mw)
aktualisiert: Do, 02.08.2012 09:06



