Mit Navi-Anleitung in der Loipe versunken
Von Helmut Mittermayr
Bichlbach – Technikgläubigkeit kann an ihre Grenzen stoßen. Das haben zwei Ukrainer in der Nacht auf Sonntag in Bichlbach erfahren müssen. Die Touristen hatten in Deutschland einen Leihwagen genommen und waren auf dem Weg nach Ischgl – eigentlich. Trotz Navigationsgerät waren sie dann mitten in Bichlbach anstatt auf der B 179 über den Fernpass unterwegs. Einmal im Ort angekommen, führte sie der Routenplaner zum Bahnhof, wo es nicht mehr weitergeht. Außer dem Navi wird immer noch geglaubt und die Fahrt in Ultima Ratio auf der Loipe fortgesetzt. Die Osteuropäer folgten dem GPS-Vorschlag und kämpften sich in der Nacht neben der Bundesstraße auf der Loipe vorwärts. Nach 300 Metern und dem Überqueren einer Behelfsbrücke versank der Chevrolet schließlich im Schnee.
Zu Fuß suchten sie eine Übernachtungsmöglichkeit im Ort. In den frühen Morgenstunden entdeckte TT-Austrägerin Doris Hinterholzer das Auto. Der Bichlbacher Roland Müller zog es mit einem 40 Meter langen Stahlseil auf einen befahrbaren Weg, nachdem zuvor ein meterhoher Schneehaufen entfernt werden musste. Inzwischen waren auch ÖAMTC und Abschleppdienst verständigt.
Die beiden Ukrainer waren der deutschen Sprache nicht mächtig, was der Verständlichkeit der Ansagen des Navigationsgeräts wenig zuträglich gewesen sein dürfte. Enttäuscht zeigten sich die freiwilligen Helfer aber trotz der Sprachbarrieren, dass sie nicht ein Wort des Dankes bekommen haben.






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