Kombination als Erfolgsrezept
Ehenbichl – Im Jahr 2007 wurde eine eigene Wundambulanz am Bezirkskrankenhaus Reutte eingerichtet. Sie soll als zentrale Anlauf- und Versorgungsstelle für Patienten dienen. „Chronische Wunden sind keine Erkrankung im eigentlichen Sinn. Sie sind in der Regel nur Symptome oder die Folge einer Grund- oder Begleiterkrankung“, stellt Wundmanagerin Rita Schiechtl-Storf klar, die täglich zwischen zehn und 20 Patienten versorgt. Zwar sei eine Behandlung der Grunderkrankung nötig, in erster Linie gehe es an der Wundambulanz jedoch um eine Symptomlinderung.
Dies kann mitunter eine sehr langwierige Sache sein, die von den Betroffenen meist als sehr belastend empfunden wird. Schiechtl-Storf setzt daher auf eine Kombination aus eingehender Beratung und Aufklärung sowie die Verwendung moderner medizinischer Materialien.
„Erfreulich ist, dass es uns in den vergangenen vier Jahren gelungen ist, die Patienten für ihre Risikofaktoren zu sensibilisieren und dadurch einen Beitrag zu leisten, drohende Amputationen zu vermeiden“, freut sich Schiechtl-Storf. Diese positive Entwicklung sei nicht zuletzt auch der Grund, warum sie recht positiv in die Zukunft blicke, aber: „Mein Wunsch wäre es, noch viel mehr Patienten präventiv zu erreichen.“ (fasi)



