Ein Stadtsaal, der einer Bezirksstadt würdig ist
Von Peter Hörhager
Schwaz – Elegantes Rot, steriles Weiß, knappenstädtisches Silber – an der Färbelung des neuen Schwazer Stadtsaales scheiden sich noch die Geister. Sonst ist beim neuen Veranstaltungszentrum jetzt alles auf Schiene. Im Rohbau herrscht hektisches Treiben, die Eröffnung im September ist gesichert. „Wir liegen exakt im Zeitplan“, betonte Stadtbaumeister Gernot Kirchmair bei einem Lokalaugenschein.
2800 Quadratmeter misst es, das neue Prunkstück der Silberstadt, 2000 Quadratmeter hat die Saalebene (großer und kleiner Stadtsaal, Foyer und Nebenräume), weitere 800 Quadratmeter umfasst die Galerie (Tabak-Lounge, Technikräume und Büros für das Saal- und Stadtmarketing. Allein die Bühne ist acht Meter tief und 18 Meter breit, wobei durch eine mobile Vorbühne noch eine Erweiterung möglich ist.
Großes Augenmerk wurde laut Kirchmair auf eine optimale Akustik gelegt. Die geknickte Decke und die Anordnung der Wände sorgen daher für eine Trichterwirkung. „Die Vorgabe war ein multifunktionales Veranstaltungszentrum mit dem Hauptaugenmerk Musik“, präzisiert er. „Das Bauwerk ist maßgeschneidert für Schwaz, ist einer Bezirksstadt würdig und stärkt den Wirtschaftsstandort unserer Stadt“, betont BM Hans Lintner.
Von 70 (kleiner Stadtsaal, bei Öffnung ins Foyer 150) bis 1200 Personen – so variabel ist das Projekt ausgelegt. Im großen Stadtsaal spannt sich das Platzangebot von 300 Sitzen bis 800 (mit Galerie), öffnet man die Rückwand, kommt man – unter Einbeziehung des kleinen Stadtsaales – auf 1200 Plätze.
Modernste Ausstattung und eine Brücke vom Gestern zum Heute – das zeichnet laut BM Lintner den neuen Veranstaltungstempel aus. Das Meistersinger-Foyer, benannt nach dem zerbombten Meistersingersaal (Künstler Wolfgang Götzinger lässt die zerstörten Fresken wiedererstehen), sowie – bezogen auf den Vorgängerbau – die Tabak-Lounge in der Galerie erinnern an markante Episoden von Schwaz. Gewaltige Ausmaße hat auch der arenaartige von Sitzstufen eingerahmte Vorplatz, von dem eine mächtige Freitreppe zur Saalebene führt.



