Gerhard Gaedicke wird neuer Leiter der Innsbrucker Kinderklinik
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Innsbruck - Gerhard Gaedicke wird neuer Leiter der Innsbrucker Kinderklinik. Der 68-Jährige übernimmt am 19. März die Leiterfunktion.
Gaedicke war bis 2009 Chef der Allgemeinen Pädiatrie an der Charite in Berlin. Er kennt die Innsbrucker Kinderklinik bestens, hat er doch die Expertise für die Umstrukturierung gemacht. Medizin-Rektor Herbert Lochs, Tilak-Vorstand Andreas Steiner und die ärztliche Direktorin Alexandra Kofler sind überzeugt, dass der beste der neun Bewerber ausgewählt wurde. „Die sehr positiven nationalen und internationalen Reaktionen auf die Bestellung bestärken uns in unserer Entscheidung“, erklärte Lochs in einer ersten Reaktion.
Laut Tilak Idealbesetzung
Wenn Prof. Gaedicke am 19. März den Posten des Direktors der Kinderklinik in Innsbruck übernimmt, betritt er dabei in zweifachem Sinne kein Neuland. So ist der Mediziner mit der Situation vor Ort bestens vertraut, gilt er doch als einer der Architekten der neuen Struktur an der Klinik. „Wir haben ihn damals zu Rate gezogen, weil er als langjähriger Chef der Allgemeinen Pädiatrie an der Charité in Berlin für die Fusion der West- und Ostberliner Universitätskinderkliniken zum gemeinsamen „Otto-Heubner-Centrum für Kinderund Jugendmedizin“ verantwortlich zeichnete“, erklärt Lochs.
Auch dadurch bringt der Mediziner alle Voraussetzungen mit, um die Kinderklinik in Innsbruck nachhaltig positiv zu entwickeln und zu positionieren.
Auch am Landeskrankenhaus (LKH) Innsbruck zeigt man sich hochzufrieden mit der Personalentscheidung. „Ich freue mich, dass wir Prof. Gaedicke gewinnen konnten. Auf Grund seiner Vorkenntnisse benötigt er kaum Einarbeitungszeit. Er hat meine volle Unterstützung“ betont die Ärztliche Direktorin Alexandra Kofler.
International anerkannter Experte
Der gebürtige Österreicher Gerhard Gaedicke wuchs in Hamburg auf, wo er auch sein Medizinstudium absolvierte und 1970 promovierte. Er war u. a. Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft am Max-Planck-Institut für Experimentelle Medizin Göttingen, bevor er 1978 die Facharzttätigkeit an der Universitätskinderklinik Ulm aufnahm und dort schließlich bis 1991 als leitender Oberarzt fungierte. Mit Übernahme des Lehrstuhls für Kinderheilkunde an der Charité 1993 verantwortete Gaedicke als Direktor der Klinik für Allgemeine Pädiatrie u. a. den Aufbau der Forschungsstruktur und engagierte sich für den Reformstudiengang Medizin.
Gaedicke pflegte internationale Forschungskooperationen, insbesondere in die USA, ist Mitglied zahlreicher Fachgesellschaften, so auch der „European Paediatric Association“, und des UNICEFKommitees Deutschland. Etliche Schwerpunkte, darunter die Pädiatrische Hämatologie u. Onkologie, Pädiatrische Intensivmedizin sowie Medizinische Ausbildungsforschung bezeugen ebenso vielfältige wie hohe Fachkompetenz. (pn, tt.com)
aktualisiert: Mi, 22.02.2012 17:18





