Brandopfer auf Weg der Besserung
Innsbruck – Rund 50 Prozent der Haut verbrannt: Mit lebensgefährlichen Verletzungen wurde am Montagmorgen eine gelähmte Heimbewohnerin nach einem Brand in die Innsbrucker Klinik gebracht.
Die Lebensgefahr ist vorerst gebannt, „der Zustand der Patientin ist inzwischen stabil“, sagt Klinik-Sprecher Johannes Schwamberger: „Über den Berg ist die Frau allerdings noch nicht. Gerade bei Verbrennungen besteht in der ersten Woche immer die Gefahr einer Infektion.“ Die Umstände, die zu den lebensbedrohlichen Verletzungen der 41-Jährigen führten, sind besonders tragisch. Der gelähmten Bewohnerin eines Wohnheimes im Olympischen Dorf wurde am Montagmorgen eine Zigarette beinahe zum Verhängnis. Als die Frau in ihrer Wohnung im zweiten Stock rauchte, fiel Glut auf den Sitzbezug des Rollstuhls und eine Decke. Ein Brand war die Folge. Mit Mühe und erst nach einiger Zeit gelang es der Heimbewohnerin, den Rollstuhl zu verlassen und die Rettung zu verständigen. Kurz nach sieben Uhr trafen die Einsatzkräfte beim Wohnheim in der Kajetan-Sweth-Straße ein. Die Feuerwehrmänner mussten sich mit Atemschutzgeräten erst durch den dichten Qualm kämpfen, ehe sie die hilflose Frau in der Wohnung entdeckten. Die 41-Jährige kauerte neben dem Rollstuhl am Boden. Die Helfer bargen die Schwerverletzte und übergaben sie den Sanitätern.
Den Feuerwehrmännern gelang es auch, die drei Katzen und zwei Frettchen des Brandopfers in Sicherheit zu bringen. Die Vierbeiner sind jetzt im Tierheim. Das Löschen des Brandes war eine Sache von wenigen Minuten. Die übrigen Heimbewohner waren nicht in Gefahr.
Schwer verletzt wurde am Donnerstagmittag eine 68-jährige Frau in Hall, als beim Heizen ihre Kleidung in Brand geriet. Die Frau wurde in die Klinik geflogen. (tom)






