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715.888 Tiroler

Tiroler Bevölkerung wächst: doch Überalterung ist nicht zu bremsen

In Tirol lebten am Stichtag 1. Jänner 2013 nach Statistik Austria-Daten 715.888 Menschen, um 0,61 Prozent mehr als am Stichtag vor einem Jahr. Doch auch wenn Tirol hinter Wien am deutlichsten wachsen konnte und Innsbruck die stärkste Zunahme aller Städte aufwies – die Überalterung ist nicht zu stoppen.

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Innsbruck, Wien – Die Endgültigen Ergebnissen der Statistik Austria zeigen, dass Österreichs Bevölkerungs-Wachstum 2012 deutlich stärker war, als im Jahr davor. Insgesamt lebten am 1. Jänner 2013 8.451.860 Menschen in Österreich, um 43.739 Personen (+0,52 Prozent) mehr als zu Jahresbeginn 2012.

Damit wuchs die Gesamtbevölkerung um 10.000 Personen mehr, als in der Vorperiode mit einem Zugewinn von insgesamt 32.957 Personen bzw. 0,39 Prozent .

Ausschlaggebend für das starke Bevölkerungswachstum war – wie in den Jahren zuvor – der positive Wanderungssaldo mit 43.797 Personen, da die Geburtenbilanz, also die Differenz zwischen Geburten und Sterbefällen, im Zeitraum ein Minus von 484 Personen ergab.

Im ersten Quartal 2013 setzte sich das Bevölkerungswachstum Österreichs weiter fort. Nach vorläufigen Ergebnissen stieg die Einwohnerzahl Österreichs bis zum 1. April 2013 um weitere 12.694 Personen auf rund 8,465 Millionen Menschen an.

Wien und Tirol mit überdurchschnittlichem Wachstum

Am stärksten trugen Wien und Tirol zum Wachstum bei. Die Wiener Bevölkerung nahm um 24.162 Personen auf 1,741 Millionen Menschen zu, ein Plus von 1,41 Prozent.

Das Wachstum in der Bundeshauptstadt lag damit deutlich vor Tirol, wo ein Plus von 0,61 Prozent zu verzeichnen war. Damit lebten am 1. Jänner 2013 in Tirol um 4307 Personen mehr, als am 1. Jänner 2012. Bis zum 1. April 2013 legte die Bevölkerung in den neun Bezirken des Landes um weitere 1381 Personen auf 717.269 zu. Das einzige Bundesland, in dem die Bevölkerung sank, war Kärnten.

Innsbruck mit stärkstem Zuwachs

Auf regionaler Ebene verbuchten vor allem die Landeshauptstädte die größten Zuwächse. Spitzenreiter war Innsbruck mit einem Plus von 2,18 Prozent. Aber auch das burgenländische Eisenstadt konnte um 1,82 Prozent deutlich zulegen.

Demographische Verlierer waren inneralpine und periphere Regionen. In Tirol mussten Osttirol, Reutte und der Bezirk Imst ein Minus hinnehmen. Die Bezirke Innsbruck Land und Kufstein konnten nach Innsbruck um bis zu 1 Prozent wachsen, während in Landeck und in Schwaz die Bevölkerung nur leicht, bis maximal 0,5 Prozent zulegte.

Der Trend zur Überalterung der Bevölkerung geht indes in ganz Österreich ungebremst weiter. Die Zahl der Unter-20-Jährigen sank um 12.584 Personen. Damit gab es am 1. Jänner 2013 in Österreich noch 1,699 Mio. Kinder und Jugendliche unter 20. Die Zahl der 20 bis 64-Jährigen erhöhte sich im gleichen Zeitraum um 25.423 Personen, während die Anzahl der Menschen im Pensionsalter am deutlichsten zulegte. Hier wurde ein Plus von 30.900 Verzeichnet.

Durchschnittsalter nahm in 10 Jahren um 2 Jahre zu

Insgesamt 1295 Menschen (210 Männer und 1085 Frauen) waren am 1. Jänner 2013 mindestens 100 Jahre alt. Damit erhöhte sich die Zahl der 100- und Mehrjährigen gegenüber dem Vorjahr um 143 Personen. Das Durchschnittsalter der Bevölkerung lag zu Beginn des Jahres 2013 bei 42,0 Jahren, um 0,1 Jahre höher als im Vorjahr und um gut 2 Jahre höher als noch vor zehn Jahren. (tt.com)

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