Wuscheliger Yeti als Herzensbrecher
Von Alexandra Plank
Innsbruck – Gegen Kinder und Tiere kann man nicht anstinken, das besagt eine alte Schauspielerweisheit. Der Tiroler Mime Tobias Moretti wagt es trotzdem und spielt in dem Kinderfilm „Yoko“ mit.
In dem Fantasy-Comedy-Abenteuer verkörpert Moretti einen fiesen Wildtierjäger und macht dabei neben den eigentlichen Stars des Streifens, den Kindern und dem Yeti Yoko, eine wirklich gute Figur. Moretti ist geldgierig, bösartig und verwandlungsfähig. Liebling der Kinder ist natürlich der wuschelige Yeti, eine Mischung aus E.T. und dem weisen Yoda aus der „Star Wars“-Reihe, der in einer abenteuerlichen Odyssee vom Himalaya nach Deutschland gelangt. Yoko landet ausgerechnet im Baumhaus der kleinen Pia. Das Schneewesen kann nur „Jo“ sagen und mag es gerne eisig. Auf diesen Yoko haben es ein gemeingefährlicher Tierfänger (Tobias Moretti) und ein sensationslüsterner Zoodirektor (Justus von Dohnányi) abgesehen. Mit Hilfe ihrer kleinen Schwester und einem Klassenkameraden setzt Pia (Jamie Bick) alles daran, dass ihrem neuen kuscheligen Freund kein Leid geschieht. Das Feindbild Numero eins ist natürlich der Wildtierjäger. In „Kevin – allein zu Haus“-Manier wird er von den Kindern in Schach gehalten. Beim Showdown in einer Lagerhalle wird der Bösewicht zuerst mit Gemüse beworfen und letztlich eingefroren. Die Schauspielerin Jessica Schwarz mimt die Mutter der Kinder.
Schnell bringt das flauschige Kerlchen, das aus der Kälte kommt, die Herzen seiner Adoptivfamilie, aber vor allem auch der Kinobesucher zum Schmelzen. Spannung wird während der eineinhalb Stunden großgeschrieben, doch auch existenzielle Fragen wie Trauerbewältigung werden angesprochen. Pia hat nämlich ihren Vater verloren und sich daraufhin völlig abgekapselt. Der Yeti vermittelt ihr das Gefühl, dass ihr Daddy dennoch immer bei ihr ist. Yoko ist ein Spaß für die ganze Familie, der von der heilenden Kraft von Freundschaften erzählt. Während der Wildtierjäger Schachmatt gesetzt wird, macht Yoko den Zoodirektor zu einem besseren Menschen.





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