24.04.2012, 11:41  Aktualisiert: 24.04.2012, 11:50 
Forschung

Start von erstem privaten Raumtransporter verschoben

Der für den 30. April geplante Start des ersten privaten Raumtransporters zur Internationalen Raumstation ISS wird sich voraussichtlich um eine Woche verzögern.
er unbemannte Raumtransporter „Dragon“ soll von Cape Canaveral aus von einer „Falcon“-Rakete zur ISS getragen werden.
Foto: EPA

Washington – Der für den 30. April geplante Start des ersten privaten Raumtransporters zur Internationalen Raumstation ISS wird sich voraussichtlich um eine Woche verzögern. Es soll mehr Zeit für Tests der Andocksysteme gewonnen werden, schrieb der Chef des US-Unternehmens SpaceX, Elon Musk, im Kurznachrichtendienst Twitter. Ein neuer Termin werde mit der US-Raumfahrtbehörde Nasa koordiniert.

Die Reise der unbemannten „Dragon“-Kapsel soll drei Tage dauern. Der Start mit einer Falcon9-Trägerrakete ist vom Nasa-Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida vorgesehen. Ursprünglich war der erste Testflug bereits für vergangenen November geplant, musste dann aber wegen technischer Probleme mehrfach verschoben werden.

In einer ersten Phase ist vorgesehen, dass die Kapsel Material zur Raumstation transportiert, später ist auch an bemannte Flüge gedacht. Bei ihrem Testflug soll die Kapsel 521 Kilogramm Ladung zur Raumstation bringen, vor allem Lebensmittel für die Astronauten. Auf dem Rückflug wird „Dragon“ über 600 Kilogramm Müll an Bord haben.

Das Andockmanöver soll höchst kompliziert sein. In der letzten Phase - so der Plan - wird die Kapsel vom Roboterarm der ISS gepackt und in die richtige „Parkposition“ gebracht.

Der Einsatz kommerzieller Transporter war von der US-Regierung im Zeichen des Sparens beschlossen worden: Dahinter steht die Annahme, dass von Privatfirmen entwickelte Vehikel billiger seien. Die Nasa schloss mit SpaceX einen Milliardenvertrag über zwölf Flüge ab, die Ladung zur ISS bringen sollen.

Seit dem Ende des Shuttle-Programms der Nasa im vergangenen Jahr verfügen die USA über keine eigenen Raumtransporter mehr. Sie sind auf „Mitfahrgelegenheiten“ in russischen „Sojus“-Kapseln angewiesen. (dpa)

Tiroler Tageszeitung, Onlineausgabe vom Di, 24.04.2012  11:41
aktualisiert: Di, 24.04.2012  11:50
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