Facebook fragt Nutzer über ihre Freunde aus
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Kalifornien – „Ist dies der echte Name deines Freundes?“ - Mit dieser Frage sorgte Facebook in den letzten Tagen für Aufregung bei zahlreichen Usern. Kaum eingeloggt, fanden zahlreiche Nutzer der Social Media Plattform ein Popup vor, in dem die Frage gestellt wurde. Anbei der Hinweis, dass die Antwort anonym bleibe und keinen Einfluss auf das Konto des Freundes habe. Als mögliche Antworten stehen „Ja“, „Nein“, „Ich kenne diese Person nicht“ und „Ich möchte nicht antworten“ zur Auswahl.
Hintergrund der Aktion sind die Nutzungsbedingungen von Facebook, die Pseudonyme verbieten. Lediglich Künstler, wie beispielsweise Lady Gaga, dürfen ihr Pseudonym verwenden. Von allen anderen verlangt Facebook den echten Namen.
Auf Anfrage von heise.de handle es sich um einen „begrenzten Test, mit dem Accounts bestätigt werden können“. Ziel sei es, Fake-Accounts zu indentifizieren und die Plattform sicherer zu machen, erklärte das Unternehmen.
Nutzer sehen die Aktion von Facebook dagegen als Provokation und nennen sie in Internetforen eine „Sauerei“. Von „Stasibook“ und „Spitzelnachrichten“ ist die Rede.
Im Zuge des Börsengangs musste der Konzern eingestehen, dass rund 40 Millionen Nutzer die Plattform unter falschem Namen verwenden. Klarnamen gelten jedoch als wichtiger Schlüssel für den Erfolg der Seite. Aktivisten fordern dagegen, auch Pseudonyme zuzulassen, da diese beispielsweise politisch aktive Nutzer vor Verfolgung schützen können.
Ob und in welcher Form Facebook mit den gesammelten Daten gegen Nutzer mit falschem Namen vorgehen wird, ist nicht klar. (tt.com)
aktualisiert: Di, 10.07.2012 13:32







