Schneeburg mitten im Moos sprengt alle Dimensionen
|
Sieben Meter hoch, 20 Meter lang – die Dimensionen der Schneewelt sind gewaltig.Foto: Papp
Foto: Papp
|
||
Von Helmut Mittermayr
Ehrwald, Lermoos – Schnee, Schnee, Schnee. Selbst in den Tallagen liegen in der Tourismusregion Tiroler Zugspitz Arena bis zu zwei Meter des weißen Goldes. Genug also, um die Wintersaison bis Ostern zu garantieren. Im Dezember, als die Winter-Prognosen noch nicht so gut waren, die Temperaturen jedoch bereits tief winterlich, lief die Schneekanone zur Schneeaufbringung des drei Kilometer langen Loipenrundkurses im Moos auf Hochtouren. Das Ergebnis war ein riesiger Schneehügel inmitten der damals noch grünen Rasenfläche.
Mittlerweile hatte sich das Bild gewandelt. Meterhoch türmte sich der Schnee im Moos, mittendrin der Schneeberg – von Einheimischen auch Moosgletscher genannt. Aktuell wurde das auf Vorrat produzierte Weiß nicht mehr benötigt, die Loipe im Moos war perfekt präpariert. Den Verantwortlichen des TVB Tiroler Zugspitz Arena stellte sich also die Frage, was mit dem Berg gemacht werden könnte. Die Idee – eine überdimensionale Schneeburg als Spielparadies.
Thomas Koch (31) aus Lermoos und Daniel Nikolaus Kocher (30) aus Wenns ließen sich nicht zweimal bitten. Die beiden Bildhauer verbindet neben ihrer Ausbildung an der Schnitzschule Elbigenalp noch ein gemeinsames Faible – das Schaffen von Schnee- und Eisskulpturen. Unter dem Namen „iceart koch-er“ haben sie sich längst einen Namen gemacht.
Im Moos entwarfen sie jetzt eine Spielburg mit Rutschen, Gängen und Spielmöglichkeiten für die kleinen Besucher. Innerhalb einer Woche arbeiteten sie aus dem 4000 Kubikmeter großen Schneeberg mit Bagger und Motorsäge eine 20 Meter lange, zehn Meter breite und sieben Meter hohe gefrorene Schneewelt heraus. Auch Temperaturen von bis zu minus 30 Grad konnten sie nicht stoppen. Das Spielparadies befindet sich in der Nähe der Driving Range des Golfplatzes, die Winterwanderwege führen direkt dorthin.



