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„Gegenwelten“ im Schloss Ambras

Dominospielende Frösche reisen von der Schweiz nach Innsbruck

Die Leihgaben des Froschmuseums im freiburgischen Estavayer-le-Lac werden im Rahmen der Ausstellung „Gegenwelten“ im Schloss Ambras von 27. September bis 1. November zu sehen sein.

Innsbruck – Ausgestopfte Frösche, die in der Schule sitzen oder Dominospielen sowie ein Frosch, der auf einem Eichhörnchen reitet, sollen von der Schweiz nach Innsbruck reisen. Es handle sich dabei um Leihgaben des Froschmuseums im freiburgischen Estavayer-le-Lac, die im Rahmen der Ausstellung „Gegenwelten“ im Schloss Ambras von 27. September bis 1. November zu sehen sein werden. Das erklärte Christoph Bertsch vom Institut für Kunstgeschichte von der Universität Innsbruck und Mitorganisator der Ausstellung am Freitag im Gespräch mit der APA.

108 ausgestopfte Frösche beheimatet das schweizerische Froschmuseum. Alle sind in den unterschiedlichsten Alltagssituationen arrangiert - beim Notar, beim Barbier oder vor einem Teller Spaghetti. Die Ausstellungsstücke wurden im 19. Jahrhundert von einem Offizier der Garde Napoleons hergestellt.

Weil die ausgestopfte Frösche extrem empfindlich seien, dürfen sich nur sitzende Exemplare auf die Reise nach Innsbruck begeben, hieß es. Die Frösche seien nämlich mit Sand gefüllt, der nur durch eine feine Hautschicht zurückgehalten werden würde.

Neben den Fröschen soll die Ausstellung „Gegenwelten“ zentrale Positionen der aktuellen Kunst, die sich mit Gegenwelten beschäftigen zeigen, erläuterte Bertsch. „Aber auch kulturhistorische Objekte aus dem 19. und 20. Jahrhundert, die Gegenstände in andere Zusammenhänge setzen, werden zu sehen sein“, fügte er hinzu.

Die Ausstellung werde in Zusammenarbeit der Universitäten Hildesheim und Innsbruck sowie des Schlosses Ambras veranstaltet. Sie sei Teil eines größeren Projekts, im Rahmen dessen auch Tagungen, Workshops und Gesprächsrunden stattfinden werden, erklärte Bertsch. (APA)