Österreich will Beobachterstatus in Arabischer Liga beantragen
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Außenminister Spindelegger will den ungewöhnlichen Wunsch laut „Presse“ schon in dieser Woche bei Nabil al-Arabi (Bild), dem Generalsekretär der Liga, deponieren.
Foto: EPA
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Wien - Österreich will einen Beobachterstatus in der Arabischen Liga beantragen. Das berichtet die Tageszeitung „Die Presse“ in ihrer Samstagsausgabe. Alexander Schallenberg, Sprecher von Außenminister Michael Spindelegger (V), erklärte gegenüber dem Blatt, der Schritt liege „auf der Hand“. Schon jetzt bestünden enge Kontakte zur Arabischen Liga, die zuletzt stark an Bedeutung gewonnen habe, so Schallenberg. Österreich würde sich mit dem Beobachterstatus zusätzliche Kontakte und Informationsquellen erschließen.
Spindelegger will den ungewöhnlichen Wunsch laut „Presse“ schon in dieser Woche bei Nabil al-Arabi (El-Araby), dem Generalsekretär der Liga, deponieren. Auf Beamtenebene fanden bereits Vorgespräche im Außenministerium statt. Die Idee sei auf fruchtbaren Boden gefallen, hieß es aus dem Umfeld von Botschafter Mikhail Wehbe, der sein „Verbindungsbüro“ der Arabischen Liga in Wien zur „Mission“ aufgewertet wissen will. Als „neutrales Land“ genieße Österreich noch immer einen guten Ruf in der Region.
Derzeit haben in der 1945 gegründeten Liga, die sich aus 22 Mitgliedern zusammensetzt, nur vier Staaten Beobachterstatus: Eritrea, Venezuela, Brasilien und Indien. Österreich wäre der erste europäische Zaungast. Mit der EU ist die Initiative der Zeitung zufolge trotzdem nicht abgestimmt. Beobachter dürfen bei den arabischen Gipfeltreffen zwar mitreden, aber nicht abstimmen. (APA)
aktualisiert: Fr, 17.02.2012 18:40



