Frankreich würdigte Österreichs Arbeit im UNO-Sicherheitsrat
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Thomas Mayr-Harting war im Dezember Präsident des Weltsicherheitsrats.
Foto: EPA
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New York – Frankreich hat am Donnerstag den ehemaligen ständigen Vertreter Österreichs bei den Vereinten Nationen, Thomas Mayr-Harting, zum Ritter der Ehrenlegion ernannt. Mit der Auszeichnung würdige Staatspräsident Nicolas Sarkozy die österreichische Arbeit im Weltsicherheitsrat in den Jahren 2009 und 2010, sagte der französische UNO-Botschafter Gerard Araud bei einer Feier in seiner Residenz. In dieser Zeit sei Österreich „unablässig für unsere gemeinsamen Werte“ eingetreten.
Araud nannte in diesem Zusammenhang insbesondere Österreichs Einsatz für den Schutz von Zivilisten in Konfliktsituationen und die Arbeit im Vorsitz des Al-Kaida/Taliban-Sanktionenkomitees des Sicherheitsrates. Indem sich Österreich klar dazu bekannt habe, dass der Schutz der Menschenrechte auch im Rahmen des Kampfes gegen den Terrorismus voll respektiert werden müsse, habe es „die Glaubwürdigkeit und Legitimität der Vereinten Nationen“ gestärkt. „Manchmal ist Thomas uns ständigen Mitgliedern mit seinen Lieblingsthemen etwas auf den Wecker gefallen“, sagte Araud im Spaß. Er sei jedoch stets konsequent und professionell vorgegangen.
Für Heiterkeit sorgte Araud weiters mit dem Hinweis darauf, dass sich Frankreich und Österreichs in der Geschichte entweder auf dem Schlachtfeld oder vor dem Altar gegenüber gestanden wären. Österreich habe eine Königin und eine Kaiserin nach Paris geschickt - Marie Antoinette und Marie Louise, die zweite Gattin Napoleons. Araud: „Marie Louise war eine Ehebrecherin, das hat uns Franzosen verärgert. Denn Ehebruch ist das Vorrecht der Männer.“
Mayr-Haring bedankte sich für die Auszeichnung. Es sei eine persönliche Anerkennung aber „insbesondere eine Anerkennung für die Arbeit Österreichs im Sicherheitsrat und die Prinzipien, für die wir dort eingetreten sind.“ Mayr-Harting war zwischen 2008 und 2011 österreichischer UNO-Botschafter. In dieser Eigenschaft vertrat er Österreich in den Jahren 2009 und 2010 im Weltsicherheitsrat und war im Dezember auch Präsident dieses höchsten UNO-Gremiums. Seit Oktober vergangenen Jahres ist er als Leiter der EU-Delegation in New York der UNO-Botschafter der Europäischen Union. (APA)
aktualisiert: Fr, 02.03.2012 09:51



