Walchsees Zukunft im Mittelpunkt
Von Wolfgang Otter
Walchsee – 2012 wird für Walchsee viele Veränderungen mit sich bringen. Die Gemeinde bekommt bekanntlich am Sonntag, 18. März (oder am Sonntag, 1. April, bei einer allfälligen Stichwahl), einen neuen Bürgermeister, zugleich wurde noch im Vorjahr im Gemeinderat ein Dorfentwickungsprozess unter Begleitung eines Fachmannes beschlossen.
Dabei geht es um die künftige Ausrichtung Walchsees genauso wie um diverse Projekte wie das alte Gemeindehaus oder die Tennishalle. Die beiden Bürgermeisterkandidaten Thomas Salvenmoser und Dieter Wittlinger setzen große Hoffnungen auf diesen Prozess. Er soll so rasch wie möglich nach dem Urnengang beginnen.
„Es geht um die Richtung, in die sich künftig Walchsee entwickelt“, erklärt Salvenmoser den Hintergrund des Projekts. Wittlinger hofft, „dass wir ein Konzept erhalten, in dem auch ganz genau Maßnahmen niedergeschrieben sind. Zum Beispiel, dass da drinnen steht, wenn du diese Straße asphaltierst, dann ist das oder jenes damit möglich.“ Wobei für Wittlinger auch nach den beschlossenen eineinhalb Jahren der Prozess noch nicht vorbei sein darf. Auch für die Umsetzung sei nach seiner Meinung eine fachmännische Begleitung notwendig.
Wohin die Reise führt, wird letztlich am Bürger liegen, in diesem Punkt sind sich Wittlinger und Salvenmoser einig – beide haben jedoch auch Vorstellungen. „Ich glaube, dass die Leute schon wollen, dass Walchsee weiterhin Walchsee bleibt, aber für die Zukunft gerüstet ist“, sagt Salvenmoser. Für Wittlinger ist wichtig, dass unter dem Strich auch herauskommt, wie sich die Gemeinde wirtschaftlich entwickelt, damit „sie gut aufgestellt ist“, wie er sagt. Dabei ginge es auch ganz besonders um den Tourismus.
Eine Frage, die bei diesem Dorfentwicklungsprozess sicher genauer unter die Lupe genommen wird, ist die der Zukunft des alten Gemeindehauses. Seit der Übersiedlung der Gemeindeverwaltung in das neue Gebäude steht die Frage über eine weitere Nutzung des Hauses mitten im Dorfzentrum im Mittelpunkt vieler Diskussionen.
Auch hier sind sich beide Kandidaten zur Bürgermeisterwahl einig, dass es letztlich wieder von den Walchseern selbst abhängt, wie das Haus mit Leben erfüllt wird. Salvenmoser würde sich eine gemischte Nutzung wünschen: „Ich könnte mir kulturelle Aktivitäten, also einen Kulturraum, sowie einen Dienstleister im Haus vorstellen“, sagt er zur TT. Aber er würde seine Rolle als Bürgermeister, sollte er das Wählervertrauen bekommen, darin sehen, die Walchseer zur Mitarbeit zu motivieren. „Ich möchte da keine Vorgaben machen“, meint Salvenmoser.
Ähnlich sieht es Wittlinger, aber auch er lässt eine Idee durchblicken: „Hier wäre Platz für die Bibliothek.“ Ein großes Thema ist auch die Zukunft der Tennishalle, die weiter sportlich genutzt werden sollte, aber möglichst kostenneutral für die Gemeinde.
Am Mittwoch, 29. Februar, wird die Zukunft von Walchsee auch Thema des ersten TT-Forums in der Gemeinde sein. Dieter Wittlinger und Thomas Salvenmoser diskutieren unter der Moderation von TT-Chefredakteur Mario Zenhäusern im Mehrzwecksaal mit den Zuhörern über die Zukunft Walchsees. Beginn ist um 19.30 Uhr.






