Grüne fordern Verkehrskonzept
Osttirol – „Es gibt keine Tiroler Bezirksstadt, deren Verkehrsströme so genau untersucht wurden wie jene von Lienz“, betont Klubobmann Georg Willi als Verkehrssprecher der Tiroler Grünen. „80 Prozent des Autoverkehrs in Lienz sind hausgemacht. Der Durchzugsverkehr macht wochentags nur acht Prozent aus.“ Trotzdem auf einer Umfahrungsstraße zu beharren, grenze schon an Realitätsverweigerung. Diese Haltung spreche nicht für eine Lösungskompetenz der ÖVP. „Nicht nachvollziehbar ist, dass der Vizebürgermeister kein Problem hat, Millionen in den Bau einer Umfahrungsstraße zu investieren, während hunderttausend Euro für den öffentlichen Verkehr für ihn eine unzumutbare finanzielle Belastung für die Stadt bedeuten“, kritisiert Bezirkssprecher Sepp Brugger. Der Lienzer Gemeinderat solle ein Verkehrskonzept ausarbeiten lassen, das auf die umweltfreundliche Mobilität setzt. In Lienz seien zwei Drittel aller zurückgelegten Wege unter drei Kilometern. Da biete sich Zu-Fuß-Gehen und Radfahren geradezu an. Es brauche einen Stadt- und einen Talbodenbus, der Lienz und das Lienzer Becken gut bedient. Dieses Busangebot müsse optimal an das S-Bahn-Angebot auf der Trasse der ÖBB angeschlossen sein. Brugger: „Ich würde mich freuen, wenn Lienz auch mit den Talbodengemeinden ein attraktives öffentliches Verkehrsangebot errichtet.“ (TT)



