Gahr und Keuschnigg protestieren gegen Änderung der Postzustellung
![]() Foto: TT / Thomas Böhm
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Innsbruck – „Die Post will sparen – auf Kosten der Menschen in den ländlichen Regionen und am Rücken der Postler“, so lautet das Resümee von Nationalrat Hermann Gahr und Bundesrat Georg Keuschnigg (beide ÖVP). Die aktuellen Pläne zur Reform der Postzustellung, die Post-Generaldirektor Georg Pölzl vorgelegt hat, stoßen den beiden Forum Land-Vertretern sauer auf. Gahr und Keuschnigg fordern in einem offenen Brief an Pölzl und in einer parlamentarischen Anfrage an die zuständige Ministerin Doris Bures ein Umdenken.
„Die Landzusteller sind das Rückgrat und das Herzstück einer qualitativ hochwertigen Postversorgung im ländlichen Raum. Die aktuellen Rationalisierungsprogramme beinhalten eine Änderung der Zustellungsintervalle. Aber: Wird nicht mehr täglich zugestellt, trifft das Unternehmen und Private gleichermaßen. Das können wir so nicht hinnehmen“, meint Forum Land-Landesobmann Georg Keuschnigg. Hier werde nicht nur am Rücken der Postler gespart – die Zustellgebiete sollen erweitert werden. „Vor allem wird einmal mehr der ländliche Raum ausgedünnt. Es ist die Aufgabe der Politik, auch in diesem Fall Versorgungsstandards sicher zu stellen. So wurde es bei der Postliberalisierung eigentlich vereinbart. Die Postzustellung ist ein zentrales Element einer funktionierenden Daseinsvorsorge. Die Entscheidung darüber kann nicht nur dem Unternehmen überlassen werden“, unterstreicht Gahr.
Im Namen von Forum Land wenden sich die beiden Politiker daher in einem offenen Brief an Post-Generaldirektor Georg Pölzl. Gleichzeitig wird eine parlamentarische Anfrage an Ministerin Doris Bures eingebracht. „Wir wollen offiziell über die genauen Pläne der Post informiert werden. Welche Maßnahmen sind in Ausarbeitung? Wie sieht es in den einzelnen Versorgungseinheiten aus? Und wir fordern eine breite politische Diskussion und hoffen auf eine klare Botschaft von Postministerin Bures“, so Gahr und Keuschnigg.
Ausbau der Postpartner
Forum Land will außerdem den Ausbau der Postpartner forcieren. „Hier soll man nicht ausdünnen, sondern politisch für die peripheren Gebiete entscheiden. Es kann nicht immer alles in Richtung Ballungszentren gelenkt werden“, sagt Keuschnigg. Er fordert in diesem Zusammenhang von der Post höhere Abgeltungen für die Postpartner vor Ort. Forum Land wird sich für eine praxistaugliche Lösung im Sinne der ländlichen Regionen einsetzen. (tt.com)
aktualisiert: Mo, 26.03.2012 13:56



