Kematens Ortschef kündigt neue politische Gangart an
Von Nikolaus Paumgartten
Kematen – Für den Kemater Bürgermeister Rudolf Häusler sprechen die Zahlen des Rechnungsabschlusses, den er am Mittwochabend dem Gemeinderat vorgelegt hat, eine eindeutige Sprache: Rund vier Millionen Euro seien 2011 investiert worden, das Rechnungsergebnis weise einen Überschuss von 1,4 Millionen Euro aus; 1,5 Millionen Euro habe Kematen als Rücklagen auf der Bank und fast das Dreifache an Wert noch einmal in Form von Grundstücken. „Eine Erfolgsbilanz“, so Häusler. Und trotzdem konnte sich die Opposition nicht dazu durchringen, dem Jahresabschluss zuzustimmen und damit den Bürgermeister zu entlasten.
Nun sind es genau jene vier Gegenstimmen und zwei Enthaltungen der Opposition, die BM Häusler zu einer Kurskorrektur in der Zusammenarbeit mit den Fraktionen veranlassen. „Ich wollte die Opposition in alle Arbeitsprozesse einbinden und habe das bisher auch getan“, erklärt Häusler. Doch das sei letztendlich in keiner Weise goutiert worden. Im Gegenteil. Deshalb soll es damit ab sofort auch vorbei sein. „Ich werde mit dieser Art der Politik nicht mehr weitermachen“, kündigt Häusler an. „Ich kann tun, was ich will, eine Zustimmung zu dem Rechnungsabschluss hätte ich nie bekommen. Dafür ist die Opposition viel zu sehr Opposition“, meint Häusler.
Neben dem Rechnungsabschluss diskutierte der Kemater Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung außerdem einmal mehr die Details rund um das geplante Gewerbegebiet-Nord. Nach Überarbeitung der Kaufverträge – die Gemeinde erwirbt von Grundeigentümer Helmut Marsoner 17.394 m² für ein eigenes Gewerbegebiet – sind die Weichen für das Megaprojekt nun endgültig gestellt. In einer zusätzlichen Klausel hat sich Marsoner außerdem verpflichtet, die Erschließung des Areals bis zum Jahr 2014 umzusetzen.






