Platzgummer schließt Koalition mit FPÖ nicht aus
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Christoph Platzgummer sagte, dass die FP-Wahlkampfaktion eine mögliche Zusammenarbeit „schwer“ machen würde. Eine Koalition ausschließen will er aber nicht.
Foto: TT / Thomas MURAUER
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Innsbruck - Der ÖVP-Bürgermeisterkandidat für die Gemeinderatswahlen in Innsbruck am 15. April, Christoph Platzgummer, hat eine mögliche Koalition mit der FPÖ trotz deren umstrittener Wahlplakate mit dem Slogan „Heimatliebe statt Marokkaner-Diebe“ nicht ausgeschlossen. Man könne schließlich „nicht einen ganzen Teil der Bevölkerung“ von vornherein ausklammern, meinte Platzgummer am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Innsbruck.
Derartige Ankündigungen wie etwa von den Innsbrucker Grünen sowie der SPÖ seien nichts anderes als ein „Vorgeplänkel“. Die mittlerweile zum Großteil wieder abgehängten Plakate seien „zu verurteilen“, sagte der ÖVP-Kandidat und frühere Vizebürgermeister.
Penz „in etwas hineingerutscht“
Den FPÖ-Spitzenkandidaten August Penz nahm Platzgummer in Schutz. „Ich habe den Eindruck, er ist da in etwas hineingerutscht, dessen Dimension er sich letztlich nicht bewusst war. Ich glaube, er wird selber am meisten erschrocken sein“, erklärte Platzgummer. Der schwarze Bürgermeisterkandidat räumte aber ein, dass die freiheitliche Wahlkampf-Aktion eine mögliche Zusammenarbeit „schwer“ machen würde.
Seine Ankündigung, im Falle des Nicht-Erreichens der Bürgermeisterposition, auch keinen Stadtratsposten zu belegen und nur als einfacher Gemeinderat zu fungieren, wollte Platzgummer indes so nicht bekräftigen: „Mein Ziel ist es, Bürgermeister zu werden. Dieses Ziel wollte ich nicht verwässern, indem ich ankündigte, im Falle des Scheiterns auch im Stadtsenat zu sitzen“.
In der Causa der in die Telekom-Affäre geratene VP-Nationalratsabgeordnete und Innsbrucker Vizeparteiobfrau Karin Hakl verwies der Bürgermeisterkandidat auf deren Kandidatur auf der Liste Oppitz-Plörers. Er wolle keine Vorverurteilung Hakls, betonte Platzgummer. ÖVP-Stadtparteibmann Franz Gruber habe Hakl aber jedenfalls schon aufgefordert, ihre Parteifunktion vorübergehend ruhend zu stellen. Mehr könne man nicht tun, alles Weitere sei Sache der Bundespartei.
Oppitz-Plörer: „Wollen stimmenstärkste Fraktion bleiben“
Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer hat indes nur ein Ziel: „Wir wollen stimmenstärkste Fraktion bleiben“, antwortete sie bei einer Pressekonferenz am Dienstag auf die Frage nach einem Wunschergebnis, wollte sich aber prozentuell nicht festlegen. Auch auf eine mögliche Koalition wollte sie sich nicht fixieren.
Oppitz-Plörer kündigte auch an, nach der Wahl gerne weitere Ressorts übernehmen zu wollen. Neben den bereits in ihrer Hand liegenden Aufgaben wie Stadtplanung, -entwicklung, Integration, Frauen und Senioren wäre der Wohnbau wünschenswert und das Umweltressort nicht uninteressant. (TT.com, APA)
aktualisiert: Fr, 13.04.2012 19:32

