VP möchte den Wahlsieg nicht verschenken
Innsbruck – Im ÖVP-Landtagsklub wurde gestern Klartext geredet: Landesparteiobmann LH Günther Platter will sich nach dem Erfolg des bürgerlichen Lagers bei der Gemeinderatswahl in Innsbruck den Wahlsieg nicht nehmen lassen. Es dürfe trotz der Angriffe von BM Christine Oppitz-Plörer (Für Innsbruck) auf ihn, VP-Bürgermeisterkandidat Christoph Platzgummer und die ÖVP kein Öl ins Feuer gegossen werden, appellierte Platter an seine Mandatare, Bündechefs und Regierungsmitglieder. Gegenseitige Attacken müssten unterlassen werden, schärfte er ihnen ein.
Klubchef LA Josef Geisler will die Situation nicht überbewerten. „Die Nerven flattern vor der Stichwahl, deshalb darf man nicht alles auf die Waagschale legen.“ Ein Abrüsten der Worte sei notwendig, forderte Geisler eine Rückkehr zur Sachlichkeit. Offen wurde im Klub über Kritik an der Tiroler VP geredet. „Aber Kritiker gibt es immer, das hält die Partei schon aus“, betonte Geisler. Im Hintergrund wird jedoch intensiv an einer Deeskalation gearbeitet, „schließlich sind ja vernünftige Leute in Innsbruck am Werk“. Nach der Stichwahl, und da waren sich die Klubmitglieder einig, müssten die Risse gekittet werden.
Kein Verständnis hat Oppitz-Plörer-Unterstützer Franz Fischler dafür, dass ein Wahlerfolg so zunichte gemacht werde. Der ehemalige EU-Kommissar fordert im TT-Gespräch einen inhaltlichen Wahlkampf der Kandidaten. Er glaubt, dass Oppitz-Plörer mit ihren Angriffen das Gegenteil bewirkt und „Anhänger verliert“. Letztlich warnte Fischler davor, dass sich der Konflikt im bürgerlichen Lager vertiefen und sich bei der Landtagswahl negativ für die ÖVP auswirken könne. (pn)







