Liveticker aus den Stadtsälen: Oppitz-Plörer und Platzgummer im Duell um Innsbruck
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Innsbruck – Von 18 bis 20 Uhr stellten sich die beiden Bewerber um das Bürgermeisteramt in den Stadtsälen den Fragen des Publikums und des TT-Chefredakteurs Alois Vahrner.
Im Liveticker bekommen sie die aktuellsten Informationen aus den Stadtsälen zum Nachlesen.
+++Ende der Diskussion+++ 20:06 Uhr: 20:05 Uhr: 20:04 Uhr: 20:01 Uhr: 19:59 Uhr:
Für jede Generation müsse ein Stück Lebensqualität geschaffen werden, sagt die Bürgermeisterin. Das sei die Aufgabe einer Stadt.
19:57 Uhr: „Bitte passts mir auf mein Innsbruck auf“, zitierte ein Zuschauer Hilde Zach, die sich das für die Zukunft gewünscht hat. Platzgummer zitiert sie im Zusammenhang mit seinem Abschied aus der Politik. Viel Lob, klar. Der Zuschauer will aber wissen, ob er das tut, indem er die Liste Zachs in den letzten Wochen so angreift. Platzgummer redet über die Zukunft, Koalitionsgespräche, die er noch nicht führen will und antwortet auf Norbert Pleifers Wunsch nach einer Koalition der Ideen, dass er dies grundsätzlich begrüße. Festlegen könne er sich aber vor der Wahl nicht.
19:55 Uhr:
Ein Herr fragt zu Pflegeeinrichtungen und Johanniterfahrten. Er sieht nicht ein, dass Johanniterfahrdienste gestrichen werden.
Eine Dame betont, dass Oppitz-Plörer immer sage, dass sie alle Bürger dieser Stadt liebe. Wie gehe das einher mit dem Ausschluss der FPÖ?
Eine ältere Dame ist gegen Abtreibungen. Sie spricht von Kindern als einem Geschenk Gottes und will eine klare Position der Kandidaten dazu.
19:54 Uhr: 19:53 Uhr: 19:50 Uhr: 19:47 Uhr: 19:45 Uhr:
Bei der ÖVP seien die Neuen Mittelschulen ein Hemmschuh gewesen. Mit der ganztägigen Betreuung habe man aber eine wertvolle Initiative gestartet. Die Stadt Innsbruck brauche ca. 30 Kindergarten-Mitarbeiter mehr, damit die Standorte auch am Nachmittag ständig zur Verfügung stünden. Man habe die Aufgabe, den Menschen hier auch das Leben zu erleichtern. Nächster Schritt sei die Nachmittagsbetreuung an den Volksschulen, die sehr gut angenommen würde.
19:43 Uhr:
Zur Kinderbetreuung meint Platzgummer, dass er gewillt sei, Geld der Stadt dafür in die Hand zu nehmen, um ganztägige Betreuung möglich zu machen. Es gehe ihm hier um flexible Nutzung. „Ein wichtiges Thema für mich.“
19:38 Uhr: 19:36 Uhr: 19:33 Uhr:
„Es darf doch in der Politik keinen Platz haben, andere madig zu machen um selbst besser dazustehen.“ Es sei unglaublich, was da unterschwelliges daherkomme. Er habe daher eine Homepage eingerichtet ( www.diewahrheiten.at ), um darauf zu antworten.
Diesen Stil wolle er nicht haben. Das sei seine neue Politik. Aber auch ein Demokratiepaket, das er vorgelegt habe, um Menschen einzubinden. „Ich habe immer gesagt, dass eine gute Idee von einem Grünen ihm immer lieber sei, als eine schlechte von den eigenen“
19:30 Uhr:
Ein weiterer Mann aus dem Publikum wirft Platzgummer vor einen „Anfall à la HC Strache bekommen zu haben“ und fragt, was dessen Leistung im Zukunftsbüro gewesen sei.
Eine weitere Frage: Was würde eine Aufstockung des Stadtsenats von 7 auf 9 Mitglieder bedeuten?
SP-Kandidatin Pokorny-Reitter spricht Platzgummer noch einmal auf die Wahlwerbekosten an. Der Betrag, den Platzgummer genannt hat, könne nicht stimmen. Pokorny-Reitter fragt zudem, was Platzgummer bzw. Oppitz-Plörer vor hätten, um die ganztägige Kinderbetreuung auf Schiene zu bringen.
19:26 Uhr: 19:20 Uhr:
Zur Frage ihrer stetigen Kritik an der ÖVP: Sie sehe wesentliche und wichtige Werte, die wichtig seien. Aber es brauche für eine innere Erneuerung heraus auch Kritik und nicht nur das Motto: Kritisieren und dann bist du weg. Sie verweist aber zu ihrer Rolle in der ÖVP auf eine Erklärung am Mittwoch. Aber einfach Austreten, das Hin und Weg, dafür sei sie nicht zu haben.
19:18 Uhr: 19:17 Uhr:
Zur Stadtentwicklung erklärt die Bürgermeisterin ihre Sicht, beginnend mit Arbeitsplatzsicherung, Pflegeheimen, den Umgang mit Grund und Boden und die Kinderbetreuung. Das seien alles Themen, die wesentlich seien.
19:12 Uhr:
Zu den Kosten für die EURO und den Vorwürfen gegen ihn: Er sei damals zurückgetreten, weil er die politische Verantwortung übernommen habe. Dass man mit dem Budget nicht ausgekommen sei, liege bei den Veranstaltern, nicht bei ihm. Der Landesrechnungshof und die Finanzbehörde hätten alles untersucht. Ihm könne hinsichtlich der finanziellen Seite kein Vorwurf irgendeiner Art gemacht werden. Der Stadt Innsbruck habe die EURO aber sehr genützt, meint er.
Zu den Personalkosten: Die Mitarbeiter des AAB hätten für die ÖVP im Wahlkampf gewirkt. Die Partei habe Strukturen, wo vieles durch freiwilliges passiert. Bei Für Innsbruck laufe dies ganz anders.
19:06 Uhr:
Ein Herr fragt beide Kandidaten, wie sie zu Innsbruck als Universitätsstadt stehen.
Frage an beide, was sie für die Arbeitnehmer tun würden?
Eine Dame wird etwas untergriffig und beschuldigt die Bürgermeisterin, „kein Niveau“ zu haben.
Frage an die Bürgermeisterin: Warum treten Sie nicht aus der ÖVP aus? Gehen Sie doch weg von der ÖVP!
Kabarettist Markus Kozuh ist am Wort: Das ist wie Simmering gegen Kapfenberg. Es ist einer Bürgermeisterdirektwahl nicht würdig. Vor acht Wochen hätte ich Franz X. Gruber angekreuzt. Er wollte den Bürgern das Duell Oppitz gegen Federspiel ersparen. Er spricht das 900.000-Euro-Debakel von Platzgummer an. Er habe keine politische Verantwortung. Weiters kritisiert er das Wahlkampfbudget.
19:00 Uhr:
Er sieht im Wahlergebnis einen klaren Auftrag an die Tiroler Volksbewegung. Ohne ihn werde es in der zukünftigen Regierung nicht gehen.
Wir kämpfen derzeit mit Problemen mit dem Live-Stream. Wir bitten um Verständnis. 18:59 Uhr:
„Ich bin angetreten, um weiter Bürgermeisterin zu bleiben. Ich werde in der Stadtregierung weiter arbeiten, weil es gut ist, dass viele Menschen hier mitarbeiten.“
18:58 Uhr: 18:56 Uhr: Der Stream läuft wieder. 18:53 Uhr:
Die Platzgummer-Anhänger brechen angesichts der Anschuldigungen gegen Oppitz-Plörer in kollektives Johlen aus.
18:50 Uhr:
Der Live-Stream ist gerade ausgefallen, sollte aber gleich wieder gehen.
18:49 Uhr: 18:47 Uhr:
Was hat der Wahlkampf gekostet, fragt Vahrner Oppitz-Plörer.
„Ich habe es bereits gesagt“, meint die Bürgermeisterin. Ganzseitige Inserate habe nur die ÖVP gemacht. Jeder einzelne Bürger könne sich ein Bild über die Verhältnismäßigkeit des Wahlkampfes machen. Sie glaubt, dass es eine Begrenzung braucht in der Wahlwerbung. Sie habe erreicht, dass nicht alle Brückengeländer behängt werden dürfen. 530.000 Euro für den Grundwahlkampf und 170.000 Euro im Stichwahlkampf hätte ihre Partei benötigt.
18:44 Uhr: 18:43 Uhr:
Ich bin jederzeit bereit ,diese Vorwürfe zu wiederholen. Das Wahlkampfbudget der ÖVP „ist eine Lüge“. Die Meinung, es sei gut, dass man in einem Büro des LH gearbeitet habe (Wie Christoph Platzgummer), führt sie ad absurdum.
Diese Kandidaten hätten von der Landesregierung gleichberechtigt behandelt zu werden. Etwas im „Vier-Augen-Gespräch“ auszumachen sei ein schlechter Politikstil. Sie spricht sich für Transparenz aus. Man solle mit Ernsthaftigkeit sein Amt ausführen. Der Zugang zu den Landesregierungsmitgliedern sei zwar auch von ihrer Seite her gut, doch sie will nicht hinter verschlossenen Türen mit dem Land etwas verhandeln. Die Ansprüche, die man als Stadt habe, sollen entsprechend verhandelt werden können. Es gäbe derzeit einen fühlbaren Stillstand, nicht bei der Stadt sondern im land.
Auch Hilde Zach habe sich klar von der Landespolitik abgegrenzt, zitiert Oppitz-Plörer einen archivierten Artikel aus der TT.
18:37 Uhr:
Erstmals redet einer der Kandidaten dem anderen kurz ins Wort. Oppitz-Plörer ist mit den Ausführungen Platzgummers alles andere als glücklich.
18:35 Uhr: 18:33 Uhr: 18:31 Uhr:
Bei Oppitz-Plörers Seitenhieb auf den Landeshauptmann, seine Jagdeinladungen und die damit verbundene Berichterstattung in der NZZ und der Zeit: das Publikum tobte - mit Applaus und mit dem einen oder anderen Buhruf. Das nennt man Kampfansage.
18:30 Uhr: 18:27 Uhr:
Für Innsbruck habe seine neun Mandate in einem fairen Wahlkampf erkämpft. Natürlich wäre es ihr lieber, wenn sie vor der ÖVP liegen würde. Sie zählt die Mandate für die einzelnen Mandate auf und begrüßt in diesem Zuge Rudi Federspiel, der ebenfalls im Saal ist.
18:25 Uhr: 18:23 Uhr:
Es finden Gespräche statt, aber er will jetzt noch keine Festlegungen. Dafür sei nach der Wahl Zeit. „Ich glaube, dass das eine sinnvolle Vorgangsweise ist.“
18:22 Uhr: 18:20 Uhr:
18:18 Uhr:
Platzgummer antwortet vorerst nicht. Er wirft Oppitz-Plörer vor, sich mit ihrer Leistungsbilanz mit fremden Federn zu schmücken. Das sei ein schlechter Stil. Von 250 Punkten in der FI-Bilanz würden 200 nicht ihre Handschrift tragen, auch anderen sei dafür zu danken.
18:16 Uhr:
„Mit der Direktwahl soll dies geschafft werden“, meint Oppitz-Plörer. Sie habe klargestellt, welche Regierungskonstellationen sie sich vorstellen könne und betont erneut, dass sie die FPÖ für die Regierungskoalition ausschließe. Das Antreten als Direktkandidatin heiße, dass man für alle zur Verfügung stehe.
18:14Uhr:
Antwort: Ich kann eine Bilanz vorlegen, die besser ist. „Schau mich an, glaubst du das was du sagst?“ fragt sie Christoph Platzgummer. Dafür erntet sie viel Applaus von ihren Anhängern. Sie habe für die Zukunft viel vor, die Stadt sei dynamisch. „Wir werden die Bürgerbeteiligung natürlich noch forcieren“, meint sie.
Sie will 300 neue Wohnpflegeheime ausbauen, Jugendheime ausbauen. Ihre Partei habe für die Regierungszeit ausgiebig Bilanz gelegt. Jeder könne nachlesen, was in seinem Stadtteil passiert sei. „Beim Thema Missbrauchsopfer haben wir höchstes Lob bekommen.“ Viele Projekte seien umgesetzt worden, die die Lebensqualität verbessert hätten. „Der Gehsteig hat keine Parteifarbe, das Kinderheim hat keine Parteifarbe“, betont sie plakativ. Dass Menschen darauf vertrauen könnten, dass die Stadt verantwortungsvoll agiert, liege ihr am Herzen.
18:10 Uhr: 18:08 Uhr:
18:06 Uhr: Frau Oppitz-Plörer, Sie haben bei der Wahl Platz 1 verloren. Was passiert, wenn Sie auch die Bürgermeisterwahl verlieren?
Antwort: Ich sitze hier, weil ich zweieinhalb Jahre an vorderster Front die Verantwortung in dieser Stadt gehabt habe. Sie führt den Ausbau der Kinderbetreuung ins Feld. Weil sie diese Stadt liebe, stelle sie sich der Wahl. Die rund 125 Projekte die sie geplant hätten, will sie möglichst rasch für die Stadt umsetzen.
18:03 Uhr: Oppitz erhält gerade Blumen. Aktionismus am Podium.
18:02 Uhr: Oppitz-Plörer wünscht allen einen schönen Abend und freut sich, dass so viele Menschen gekommen sind. Sie sagt, dass sie als Kandidatin für ein selbstständiges Innsbruck steht. Ein weltoffenes Innsbruck, mit wirtschaftlichen und kulturellen Vorzügen ist ihr wichtig. Deshalb stelle sie sich der Wahl.
18:00 Uhr: Die Kandidaten und TT-Chefredakteur Alois Vahrner haben ihre Plätze auf der Bühne eingenommen. Vahrner begrüßt das Auditorium: Er freut sich, dass der Saal wieder brechend voll ist. Zunächst begrüßt er Oppitz-Plörer (FI). Zu seiner Linken sitzt ÖVP-Spitzenkandidat Christoph Platzgummer. Der Jubel bei Platzgummer fällt deutlich länger und lauter aus.
aktualisiert: Mi, 25.04.2012 12:56

