24.04.2012, 16:21  Aktualisiert: 25.04.2012, 12:56 
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Liveticker aus den Stadtsälen: Oppitz-Plörer und Platzgummer im Duell um Innsbruck

Der Schlagabtausch vor der Stichwahl am Sonntag wurde zuletzt härter. Nun stellten sich die beiden Kandidaten für das Bürgermeisteramt - Christine Oppitz-Plörer und Christoph Platzgummer - in einer Spezialausgabe des TT-Forums den Fragen des Publikums und des TT-Chefredakteurs Alois Vahrner.

Innsbruck – Von 18 bis 20 Uhr stellten sich die beiden Bewerber um das Bürgermeisteramt in den Stadtsälen den Fragen des Publikums und des TT-Chefredakteurs Alois Vahrner.

Im Liveticker bekommen sie die aktuellsten Informationen aus den Stadtsälen zum Nachlesen.

+++Ende der Diskussion+++

20:06 Uhr:

TT-Chefredakteur Alois Vahrner bedankt sich bei Kandidaten und Publikum und beendet die Debatte.

20:05 Uhr:

Oppitz-Plörer zur Konkurrenzsituation mit Platzgummer und der möglichen Zusammenarbeit danach: Sie sieht es als neue Politik, die in Innsbruck gelebt wird. Es hänge nicht davon ab, ob man eine persönliche Befindlichkeit habe oder nicht. Oppitz-Plörer packt zwei Schuhe aus einem Karton aus. „So sollen unsere Schuhe nach sechs Jahren Stadtregierung aussehen“, sagt sie gegenüber ihrem Konkurrenten. „Schön gelb und abgelaufen“.

20:04 Uhr:

„Die Boxhandschuhe, würde ich mir erwarten, sollte man erst gar nicht anziehen“, sagt Platzgummer. Der Bürgermeister müsse die Menschen zusammenbringen. Eine Zusammenarbeit mit der jetzigen Bürgemeisterin kann er sich vorstellen.

20:01 Uhr:

Braucht es nach der Wahl eine Aussprache, um wieder miteinander arbeiten zu können, fragt Moderator Vahrner die beiden Kandidaten abschließend.

19:59 Uhr:

Die Bürgermeisterin ist wieder am Wort. Es geht um Einzelfälle, die einige Fragestellende bemängelt hatten.

Für jede Generation müsse ein Stück Lebensqualität geschaffen werden, sagt die Bürgermeisterin. Das sei die Aufgabe einer Stadt.

19:57 Uhr: „Bitte passts mir auf mein Innsbruck auf“, zitierte ein Zuschauer Hilde Zach, die sich das für die Zukunft gewünscht hat. Platzgummer zitiert sie im Zusammenhang mit seinem Abschied aus der Politik. Viel Lob, klar. Der Zuschauer will aber wissen, ob er das tut, indem er die Liste Zachs in den letzten Wochen so angreift. Platzgummer redet über die Zukunft, Koalitionsgespräche, die er noch nicht führen will und antwortet auf Norbert Pleifers Wunsch nach einer Koalition der Ideen, dass er dies grundsätzlich begrüße. Festlegen könne er sich aber vor der Wahl nicht.

19:55 Uhr:

Eine weitere Fragerunde im Publikum.

Ein Herr fragt zu Pflegeeinrichtungen und Johanniterfahrten. Er sieht nicht ein, dass Johanniterfahrdienste gestrichen werden.

Eine Dame betont, dass Oppitz-Plörer immer sage, dass sie alle Bürger dieser Stadt liebe. Wie gehe das einher mit dem Ausschluss der FPÖ?

Eine ältere Dame ist gegen Abtreibungen. Sie spricht von Kindern als einem Geschenk Gottes und will eine klare Position der Kandidaten dazu.

19:54 Uhr:

Treibhaus-Chef Norbert Pleifer wünscht sich, dass in Innsbruck die Demokratie ausbricht. Es brauche keine Koalitionen, sondern es wäre toll, wenn es Koalitionen der Ideen gäbe. Der Bürgermeister könne im Stadtsenat moderieren, die Gemeinderäte hätten „endlich was zu tun“. „Können Sie sich vorstellen, dass die Demokratie ausbricht“, fragt er provokant.

19:53 Uhr:

Was stört Sie am meisten an der ÖVP, wurde Oppitz-Plörer gefragt: Das Ideologieverbundene sei oft nicht das, was man vor Ort brauche, antwortet sie. Im Bildungsbereich, bei der Mittelschule etwa, habe sie mit der Linie der Bundes-ÖVP Probleme gehabt.

19:50 Uhr:

Zur Frage der Personalkosten im Wahlkampfbudget, sagt die Bürgermeisterin: Ja, die sind in unserem Budget enthalten.

19:47 Uhr:

Oppitz-Plörer zur Frage zu den neun Mandaten im Stadtsenat: 2 gehen an die FI, 2 an die ÖVP, 2 an Grün und einer an die SPÖ. Wenn es eine Aufstockung auf neun Mandate gäbe, würde es die Diskussion lostreten, ob Federspiel ein Mandat oder stattdessen die FI ein weiteres Mandat bekommen würde. Dies müsse noch ausdiskutiert werden.

19:45 Uhr:

Oppitz-Plörer nimmt jetzt zu den Fragen Stellung: Sie fängt bei der Kinderbetreuung an. Innsbruck sei Motor im gesamten Land, wenn es um diesen Bereich geht. Im Bereich der Nachmittagsbetreuung an den Volksschulen hätten ca. 80 Prozent der Standorte eine solche Möglichkeit.

Bei der ÖVP seien die Neuen Mittelschulen ein Hemmschuh gewesen. Mit der ganztägigen Betreuung habe man aber eine wertvolle Initiative gestartet. Die Stadt Innsbruck brauche ca. 30 Kindergarten-Mitarbeiter mehr, damit die Standorte auch am Nachmittag ständig zur Verfügung stünden. Man habe die Aufgabe, den Menschen hier auch das Leben zu erleichtern. Nächster Schritt sei die Nachmittagsbetreuung an den Volksschulen, die sehr gut angenommen würde.

19:43 Uhr:

Platzgummer zur Frage Zukunftsbüro: Ich bin ins Land gewechselt ins Büro des Landeshauptmannes. Da sollte ich die Zukunftsagenden des Landes formen. Er zählt Projekte, Zusammenlegungen, die Tiroler Nachhaltigkeitsstrategie auf, die heute vom Land beschlossen worden seien.

Zur Kinderbetreuung meint Platzgummer, dass er gewillt sei, Geld der Stadt dafür in die Hand zu nehmen, um ganztägige Betreuung möglich zu machen. Es gehe ihm hier um flexible Nutzung. „Ein wichtiges Thema für mich.“

19:38 Uhr:

Zu SP-Kandidatin Pokorny-Reitters Frage nach den Wahlkampfkosten. „Ich kann das belegen“, meint er. Er habe Rechnungen dazu. Es sei nicht fair diese Kritik weiter aufrechtzuerhalten. „Ich weiß, wohin der Weg geht“, sagt er noch in Richtung der zurückgetretenen SPÖ-Frontfrau.

19:36 Uhr:

Platzgummer in einem Seitenhieb: Er könne zitieren, dass Hilde Zach ihn häufig gelobt habe. „Aber das lass ich jetzt lieber“, meint er.

19:33 Uhr:

Platzgummer antwortet zuerst lieber nochmals auf die Vorwürfe der Bürgermeisterin und entschuldigt sich für seinen Wutausbruch, verlangt aber, dass akzeptiert wird, dass man auf Vorwürfe antworten muss.

„Es darf doch in der Politik keinen Platz haben, andere madig zu machen um selbst besser dazustehen.“ Es sei unglaublich, was da unterschwelliges daherkomme. Er habe daher eine Homepage eingerichtet ( www.diewahrheiten.at ), um darauf zu antworten.

Diesen Stil wolle er nicht haben. Das sei seine neue Politik. Aber auch ein Demokratiepaket, das er vorgelegt habe, um Menschen einzubinden. „Ich habe immer gesagt, dass eine gute Idee von einem Grünen ihm immer lieber sei, als eine schlechte von den eigenen“

19:30 Uhr:

Ein junger Mann fragt, ob es nicht überhaupt Teil eines neuen Politikstils sei, mit dem Geld um sich zu werfen?

Ein weiterer Mann aus dem Publikum wirft Platzgummer vor einen „Anfall à la HC Strache bekommen zu haben“ und fragt, was dessen Leistung im Zukunftsbüro gewesen sei.

Eine weitere Frage: Was würde eine Aufstockung des Stadtsenats von 7 auf 9 Mitglieder bedeuten?

SP-Kandidatin Pokorny-Reitter spricht Platzgummer noch einmal auf die Wahlwerbekosten an. Der Betrag, den Platzgummer genannt hat, könne nicht stimmen. Pokorny-Reitter fragt zudem, was Platzgummer bzw. Oppitz-Plörer vor hätten, um die ganztägige Kinderbetreuung auf Schiene zu bringen.

19:26 Uhr:

Es werden nun erneut Fragen aus dem Publikum gesammelt.

19:20 Uhr:

Zum Vorwurf einer Dame, ihre Vorgehensweise habe kein Niveau, sagt Oppitz-Plörer: Auch als Frau muss man hin und wieder klare Worte finden muss, wenn es erforderlich ist. Dies sei nicht nur ein Privileg von Männern. Sie stehe zu ihrem Wort.

Zur Frage ihrer stetigen Kritik an der ÖVP: Sie sehe wesentliche und wichtige Werte, die wichtig seien. Aber es brauche für eine innere Erneuerung heraus auch Kritik und nicht nur das Motto: Kritisieren und dann bist du weg. Sie verweist aber zu ihrer Rolle in der ÖVP auf eine Erklärung am Mittwoch. Aber einfach Austreten, das Hin und Weg, dafür sei sie nicht zu haben.

19:18 Uhr:

Oppitz wird von Moderator Vahrner aufgrund der Redezeit ermahnt.

19:17 Uhr:

Zur Unistadt Innsbruck sagt Oppitz-Plörer, dass sie als Ehren-Senatorin nachweislich einiges getan habe. Die Stadt leiste einen Beitrag. Die Uni sei unverzichtbar. Da gehöre auch eine klare Ansage dazu, etwa im Bereich der Zusammenführung.

Zur Stadtentwicklung erklärt die Bürgermeisterin ihre Sicht, beginnend mit Arbeitsplatzsicherung, Pflegeheimen, den Umgang mit Grund und Boden und die Kinderbetreuung. Das seien alles Themen, die wesentlich seien.

19:12 Uhr:

Platzgummer zur Frage, wie er zu Innsbruck als Universitätsstadt stehe: Wir haben international eine große Chance und müssen hier viel stärker investieren. Internationale Vernetzung und Austauschdienst sei ihm wichtig. Hier könne sich die Stadt mehr einsetzen. Austauschstudenten fördern wäre für ihn wichtig. Man könnte den Uni-Standort Innsbruck massiv stärken. Er sei Mitglied in der ÖVP erst seit er Gruber zugesagt habe zu kandidieren.

Zu den Kosten für die EURO und den Vorwürfen gegen ihn: Er sei damals zurückgetreten, weil er die politische Verantwortung übernommen habe. Dass man mit dem Budget nicht ausgekommen sei, liege bei den Veranstaltern, nicht bei ihm. Der Landesrechnungshof und die Finanzbehörde hätten alles untersucht. Ihm könne hinsichtlich der finanziellen Seite kein Vorwurf irgendeiner Art gemacht werden. Der Stadt Innsbruck habe die EURO aber sehr genützt, meint er.

Zu den Personalkosten: Die Mitarbeiter des AAB hätten für die ÖVP im Wahlkampf gewirkt. Die Partei habe Strukturen, wo vieles durch freiwilliges passiert. Bei Für Innsbruck laufe dies ganz anders.

19:06 Uhr:

Nach einer Stunde sehr heftiger Diskussion lässt Moderator Vahrner dem Publikum das Wort.

Ein Herr fragt beide Kandidaten, wie sie zu Innsbruck als Universitätsstadt stehen.

Frage an beide, was sie für die Arbeitnehmer tun würden?

Eine Dame wird etwas untergriffig und beschuldigt die Bürgermeisterin, „kein Niveau“ zu haben.

Frage an die Bürgermeisterin: Warum treten Sie nicht aus der ÖVP aus? Gehen Sie doch weg von der ÖVP!

Kabarettist Markus Kozuh ist am Wort: Das ist wie Simmering gegen Kapfenberg. Es ist einer Bürgermeisterdirektwahl nicht würdig. Vor acht Wochen hätte ich Franz X. Gruber angekreuzt. Er wollte den Bürgern das Duell Oppitz gegen Federspiel ersparen. Er spricht das 900.000-Euro-Debakel von Platzgummer an. Er habe keine politische Verantwortung. Weiters kritisiert er das Wahlkampfbudget.

19:00 Uhr:

Vahrner spricht gegenüber Platzgummer in seiner Frage zur politischen Zukunft nach der Wahl, wenn diese verloren ginge, erneut seinen versprochenen Abschied an. Wieder spricht dieser den Stil in der Politik im Allgemeinen und den der Bürgermeisterin im Speziellen an. Das habe ihn verschreckt. Aber er sei eben von vielen gebeten wurde. Und er behauptet, dass auch FI ihn ins Rennen schicken wollte.

Er sieht im Wahlergebnis einen klaren Auftrag an die Tiroler Volksbewegung. Ohne ihn werde es in der zukünftigen Regierung nicht gehen.

Wir kämpfen derzeit mit Problemen mit dem Live-Stream. Wir bitten um Verständnis.

18:59 Uhr:

Frage an Oppitz: Sie wollen weiterhin im Gemeinderat bleiben, oder im Stadtsenat, auch wenn Sie nicht Bürgermeisterin bleiben?

„Ich bin angetreten, um weiter Bürgermeisterin zu bleiben. Ich werde in der Stadtregierung weiter arbeiten, weil es gut ist, dass viele Menschen hier mitarbeiten.“

18:58 Uhr:

Zwischenbemerkung: Es wird immer klarer, dass die Kosten der Wahlkämpfe zu maximaler Verwirrung führen. Es wird mit Zahlen herumgeworfen, aber mit Zahlen, die nur die Kandidaten überprüfen können. Es gibt keine Überprüfbarkeit, nur polemisches Debattieren und heute einen Wutanfall dazu.

18:56 Uhr:

Oppitz würde sich freuen, wenn man Online für 1000 Euro schalten könnte. Sie vermutet, dass Platzgummer unverhältnismäßige Rabatte gewährt wurden. Man könne ihr nicht erklären, dass man ORF-Online für eine Woche um 1000 Euro schalten könne. Es sei erkennbar gewesen: Für Innsbruck habe einen Brief an alle Haushalte geschickt. Die ÖVP habe vor der Stichwahl bereits mehrere Briefe an die Innsbrucker geschickt. „Das glaubt dir niemand Christoph“, spricht sie Platzgummer ins Gewissen.

Der Stream läuft wieder.

18:53 Uhr:

Platzgummer wird richtig emotional. Richtig aggressiv sogar, brüllt ins Mikrofon. Prangert eine „unglaubliche“ Vorgangsweise seiner Gegner an. Und nennt erstmals konkrete Zahlen, bei denen er Werbebuchungen in der TT, beim ORF mit behaupteten Zahlen vergleicht. „Das kann es nicht sein. Da bezichtigt man nicht nur mich der Lüge, sondern auch die TT und den ORF.“

Die Platzgummer-Anhänger brechen angesichts der Anschuldigungen gegen Oppitz-Plörer in kollektives Johlen aus.

18:50 Uhr:

Die Antworten von Platzgummer provozieren kollektives Raunen bei den FI-Anhängern.

Der Live-Stream ist gerade ausgefallen, sollte aber gleich wieder gehen.

18:49 Uhr:

Platzgummer äußert Verständnis dafür, dass die Materialschlacht zu viel sei. Dafür erntet er Lacher. Dann kommt er mit den Zahlen der ÖVP: Von 300.000 Euro spricht er. Wieder lacht der Saal. Vahrner hakt nach. Platzgummer gibt zu, er wisse nicht genau, wieviel wirklich ausgegeben wurde.

18:47 Uhr:

Oppitz-Plörer sagt, sie ist Für Innsbruck, lebe in Innsbruck und arbeitet für Innsbruck und will dies auch weiterhin tun.

Was hat der Wahlkampf gekostet, fragt Vahrner Oppitz-Plörer.

„Ich habe es bereits gesagt“, meint die Bürgermeisterin. Ganzseitige Inserate habe nur die ÖVP gemacht. Jeder einzelne Bürger könne sich ein Bild über die Verhältnismäßigkeit des Wahlkampfes machen. Sie glaubt, dass es eine Begrenzung braucht in der Wahlwerbung. Sie habe erreicht, dass nicht alle Brückengeländer behängt werden dürfen. 530.000 Euro für den Grundwahlkampf und 170.000 Euro im Stichwahlkampf hätte ihre Partei benötigt.

18:44 Uhr:

Zwischenbemerkung: Oppitz schießt sich ziemlich auf Platzgummers Rolle zwischen Land und Stadt ein. Sie spricht von Mauscheleien. Sie spricht von verschlossenen Türen, hinter denen etwas ausgemacht werde. „Das ist nicht das, was wir uns unter neuer Politik vorstellen. Wieder spricht sie den „fühlbaren Stillstand“ an, der aber im Land, nicht in der Stadt fühlbar sei. Vahrner fragt wegen der angeblichen Für Tirol-Liste nach. Sie erklärt, dass sie in der Stadt bleiben würde.

18:43 Uhr:

Frage an Oppitz-Plörer: War die heftige Kritik an Platzgummer überzogen?

Ich bin jederzeit bereit ,diese Vorwürfe zu wiederholen. Das Wahlkampfbudget der ÖVP „ist eine Lüge“. Die Meinung, es sei gut, dass man in einem Büro des LH gearbeitet habe (Wie Christoph Platzgummer), führt sie ad absurdum.

Diese Kandidaten hätten von der Landesregierung gleichberechtigt behandelt zu werden. Etwas im „Vier-Augen-Gespräch“ auszumachen sei ein schlechter Politikstil. Sie spricht sich für Transparenz aus. Man solle mit Ernsthaftigkeit sein Amt ausführen. Der Zugang zu den Landesregierungsmitgliedern sei zwar auch von ihrer Seite her gut, doch sie will nicht hinter verschlossenen Türen mit dem Land etwas verhandeln. Die Ansprüche, die man als Stadt habe, sollen entsprechend verhandelt werden können. Es gäbe derzeit einen fühlbaren Stillstand, nicht bei der Stadt sondern im land.

Auch Hilde Zach habe sich klar von der Landespolitik abgegrenzt, zitiert Oppitz-Plörer einen archivierten Artikel aus der TT.

18:37 Uhr:

Er, Platzgummer, sei stolz auf die Verbindungen zum Land, lobt sein Entree beim Land und will aber dennoch ein „harter Verhandler“ sein. Dann verlangt er indirekt eine Entschuldigung von Oppitz-Plörer. Als Beispiel erzählt er von Hilde Zach und Herwig van Staa.

Erstmals redet einer der Kandidaten dem anderen kurz ins Wort. Oppitz-Plörer ist mit den Ausführungen Platzgummers alles andere als glücklich.

18:35 Uhr:

Vahrner spricht gegenüber Platzgummer Platters Koalitionswunsch an und den Vorwurf, Platzgummer sei ein Befehlsempfänger aus dem Landhaus. Dieser antwortet mit Anprangern des Stils. Er halte die Aussagen von Oppitz Plörer nicht für rational erklärbar. „Für mich hat das den Eindruck gemacht, als würde ein Ertrinkender verzweifelt um sich schlagen, um über Wasser zu bleiben.“ Für den Vergleich erntet Platzgummer viel Applaus von seinen Anhängern.

18:33 Uhr:

Es gehe bei Koalitionsbildungen nach der größtmöglichen Schnittmenge in den Verhandlungen. Es seien für Oppitz-Plörer alle Parteien außer der FPÖ willkommen in einer Stadtregierung mitzuarbeiten.

18:31 Uhr:

Sie wolle nicht, dass Platters Wünsche, wer zusammenarbeiten soll, die Koalitionsverhandlungen beeinflussen. Es sei für die Wähler interessant, welche Regierung sie sich vorstellen könne. Sie wolle in der Stadt Innsbruck kein Schwarz-Blaues Experiment.

Bei Oppitz-Plörers Seitenhieb auf den Landeshauptmann, seine Jagdeinladungen und die damit verbundene Berichterstattung in der NZZ und der Zeit: das Publikum tobte - mit Applaus und mit dem einen oder anderen Buhruf. Das nennt man Kampfansage.

18:30 Uhr:

Sie stehe für Klarheit. Es gehe nicht um die FPÖ des August Penz, sondern die FPÖ des HC Strache. Sie wolle nicht in der Früh aufwachen, eine Zeitung in die Hand nehmen und sehen, wie Herr Kickl in Wien ein Plakat konzipiert hat, das Innsbruck in die negativen Schlagzeilen bringt. Sie nennt prominente ausländische Medien, in denen diese Schlagzeilen zu lesen waren. Die FPÖ habe sich dadurch „selbst ausgeschlossen“. Penz schlafe seitdem „eh schlecht, weil die Leute ihm aus dem Hotel weglaufen.“

18:27 Uhr:

Oppitz-Plörer wird auch nach den künftigen Koalitionsbildungen befragt.

Für Innsbruck habe seine neun Mandate in einem fairen Wahlkampf erkämpft. Natürlich wäre es ihr lieber, wenn sie vor der ÖVP liegen würde. Sie zählt die Mandate für die einzelnen Mandate auf und begrüßt in diesem Zuge Rudi Federspiel, der ebenfalls im Saal ist.

18:25 Uhr:

Platzgummer: „Ich will nicht, dass die Stichwahl zu einer Koalitionswahl wird.“ Die Bürger sollen frei über das Organ Bürgermeisteramt entscheiden. Die Regierungsfrage ist eine andere.

18:23 Uhr:

Frage an Platzgummer: Wäre es dem Wähler gegenüber nicht etwas fairer, ihm zu sagen welche Vorlieben man für eine Koalition hätte?

Es finden Gespräche statt, aber er will jetzt noch keine Festlegungen. Dafür sei nach der Wahl Zeit. „Ich glaube, dass das eine sinnvolle Vorgangsweise ist.“

18:22 Uhr:

Nun wirft Platzgummer Oppitz-Plörer Ausgrenzungspolitik vor und erntet viel Applaus. Sie schade mit ihren Aussagen der Stadt, wenn man die Türe vor dem Land zuschlägt.

18:20 Uhr:

Platzgummer: Ich bin mit 14 Prozent gewählt worden, aber mit 28 Prozent der abgegebenen Stimmen. Ich bin erst kurz vor der Wahl eingestiegen. Da war noch Rudi Federspiel als Stichwahlkandidat im Gespräch.

18:18 Uhr:

Herr Platzgummer, Sie wurden nur von knapp 15 Prozent der Innsbrucker gewählt. Wie wollen Sie den Rest ansprechen?

Platzgummer antwortet vorerst nicht. Er wirft Oppitz-Plörer vor, sich mit ihrer Leistungsbilanz mit fremden Federn zu schmücken. Das sei ein schlechter Stil. Von 250 Punkten in der FI-Bilanz würden 200 nicht ihre Handschrift tragen, auch anderen sei dafür zu danken.

18:16 Uhr:

Vahrner stellt die Frage zur Wahlbeteiligung. Er fragt, wie sie die Innsbrucker dazu motivieren will, zur Wahl zu gehen.

„Mit der Direktwahl soll dies geschafft werden“, meint Oppitz-Plörer. Sie habe klargestellt, welche Regierungskonstellationen sie sich vorstellen könne und betont erneut, dass sie die FPÖ für die Regierungskoalition ausschließe. Das Antreten als Direktkandidatin heiße, dass man für alle zur Verfügung stehe.

18:14Uhr:

Frau Bürgermeister, was unterscheidet Sie von Platzgummer?

Antwort: Ich kann eine Bilanz vorlegen, die besser ist. „Schau mich an, glaubst du das was du sagst?“ fragt sie Christoph Platzgummer. Dafür erntet sie viel Applaus von ihren Anhängern. Sie habe für die Zukunft viel vor, die Stadt sei dynamisch. „Wir werden die Bürgerbeteiligung natürlich noch forcieren“, meint sie.

Sie will 300 neue Wohnpflegeheime ausbauen, Jugendheime ausbauen. Ihre Partei habe für die Regierungszeit ausgiebig Bilanz gelegt. Jeder könne nachlesen, was in seinem Stadtteil passiert sei. „Beim Thema Missbrauchsopfer haben wir höchstes Lob bekommen.“ Viele Projekte seien umgesetzt worden, die die Lebensqualität verbessert hätten. „Der Gehsteig hat keine Parteifarbe, das Kinderheim hat keine Parteifarbe“, betont sie plakativ. Dass Menschen darauf vertrauen könnten, dass die Stadt verantwortungsvoll agiert, liege ihr am Herzen.

18:10 Uhr:

Wir sind stimmenstärkste Fraktion geworden. Das Ziel Stichwahl sei erreicht. Als Bürgermeister unterscheide sich Platzgummer in der Persönlichkeit. Die Erklärung ist allerdings etwas langatmig.

18:08 Uhr:

Warum sollen die Wähler Sie wählen, fragt Vahrner nun auch Platzgummer. Er antwortet, der Vertrauensverlust sei für Ihn Motivation gewesen, in die Wahl zu gehen. Er sei einen weiten Weg gegangen. Die ÖVP sei nun eine echte Innsbrucker Volksbewegung geworden.

18:06 Uhr: Frau Oppitz-Plörer, Sie haben bei der Wahl Platz 1 verloren. Was passiert, wenn Sie auch die Bürgermeisterwahl verlieren?

Antwort: Ich sitze hier, weil ich zweieinhalb Jahre an vorderster Front die Verantwortung in dieser Stadt gehabt habe. Sie führt den Ausbau der Kinderbetreuung ins Feld. Weil sie diese Stadt liebe, stelle sie sich der Wahl. Die rund 125 Projekte die sie geplant hätten, will sie möglichst rasch für die Stadt umsetzen.

18:03 Uhr: Oppitz erhält gerade Blumen. Aktionismus am Podium.

18:02 Uhr: Oppitz-Plörer wünscht allen einen schönen Abend und freut sich, dass so viele Menschen gekommen sind. Sie sagt, dass sie als Kandidatin für ein selbstständiges Innsbruck steht. Ein weltoffenes Innsbruck, mit wirtschaftlichen und kulturellen Vorzügen ist ihr wichtig. Deshalb stelle sie sich der Wahl.

18:00 Uhr: Die Kandidaten und TT-Chefredakteur Alois Vahrner haben ihre Plätze auf der Bühne eingenommen. Vahrner begrüßt das Auditorium: Er freut sich, dass der Saal wieder brechend voll ist. Zunächst begrüßt er Oppitz-Plörer (FI). Zu seiner Linken sitzt ÖVP-Spitzenkandidat Christoph Platzgummer. Der Jubel bei Platzgummer fällt deutlich länger und lauter aus.

Tiroler Tageszeitung, Onlineausgabe vom Di, 24.04.2012  16:21
aktualisiert: Mi, 25.04.2012  12:56
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