Innsbrucker Gemeinderatssitzung unerwartet abgebrochen
Innsbruck – Mit einem Paukenschlag endete die heutige Sitzung des Innsbrucker Gemeinderates, noch bevor sie richtig begonnen hatte. Der Koalition aus Für Innsbruck, Grünen und SPÖ fror nach einer Wortmeldung von Chrsitoph Platzgummer (VP) das zuvor noch beim gemeinsamen Fotoshooting im Rathaus in die Kameras gezeigte Lächeln ein. Hatte der Oppositionspoltiker doch BM Christine Oppitz-Plörer einen Bruch der Geschäftsordnung des Gemeinderates vorgeworfen. Dies begründete er damit, dass für ihn relevante Unterlagen nicht rechtzeitig für alle Gemeinderäte verschickt worden waren.
Fünf Tage, so Platzgummer, hätten zwischen Einladung und Sitzung vergehen müssen. Oppitz-Plörer wollte sich nach heftigen Diskussionen im Klubobleuterat dann die Blöße nicht geben und brach die Sitzung ab. Just bei jenem Tagesordnungspunkt, mit welchem der Gemeinderat den Stadtsenatsmitgliedern offiziell die jeweiligen Ressorts zusprechen hätte sollen.
Somit lastet noch immer alle Ressortverantwortlichkeit auf den Schultern Oppitz-Plörers. Am Dienstag soll ein neuer Anlauf genommen werden. Da treffen die Gemeinderäte wieder aufeinander. Ausgang? Wohl wieder ungewiss.
Am Freitag will die Stadtregierung ihr Programm für die kommenden sechs Jahre vorstellen. Auch die ÖVP will zu ihrer geplanten Oppositionsarbeit in einer Pressekonferenz öffentlich Stellung nehmen. (mami)
aktualisiert: Do, 24.05.2012 19:05



