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Landtagswahl-Blog

Vorwärts überholt mit Wahlkarten noch FPÖ, Gurgiser scheitert

Zwei Tage nach der Landtagswahl fanden am Dienstag die ersten Sondierungsgespräche zur Bildung einer neuen Regierung statt. Innsbrucks Bürgermeisterin Oppitz-Plörer sorgte mit einem Versöhnungsangebot für Aufsehen. Außerdem steht nun auch das endgültige Wahlergebnis fest.

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Innsbruck - Fritz Gurgiser muss aus dem Tiroler Landtag ausscheiden. Auch das Dienstagnachmittag veröffentlichte Wahlergebnis inklusive Wahlkarten hievte „Gurgiser & Team“ nicht über die Fünf-Prozent-Marke. Einen Sprung nach vorne machte die Liste „vorwärts Tirol“, die an den Freiheitlichen vorbeizog und damit als viertstärkste Kraft aus der Landtagswahl hervorging. Die Wahlbeteiligung stieg durch die Briefwahl von 56,09 Prozent auf 60,40 Prozent.

Gegenüber dem vorläufigen Ergebnis leichte Verluste hinnehmen musste die ÖVP, die letztlich als stärkste Fraktion auf 39,35 Prozent kam. Das entspricht einer Einbuße von 1,15 Prozentpunkten und ist das historisch schwächste Abschneiden der Volkspartei bei Tiroler Landtagswahlen.

Gewinner der Wahlkarten-Auswertung waren die Grünen und die Liste Vorwärts Tirol. Die Partei von Landessprecherin Ingrid Felipe landete letztlich bei 12,59 Prozent, Vorwärts verbesserte sich auf 9,54 Prozent und verpasste damit das angepeilte Ziel der Zweistelligkeit doch recht deutlich. Immerhin zog man knapp an der FPÖ vorbei, die 9,34 Prozent erreichte.

Zu Mandatsverschiebungen kam es nicht mehr. Die ÖVP kommt auf 16 Sitze und kann als Koalitionspartner zwischen SPÖ, Grünen (jeweils fünf Mandate) sowie Vorwärts und FPÖ (je vier Mandate) wählen. Die „Liste Fritz“ erreicht zwei Mandate.

Abschied nehmen heißt es für Fritz Gurgiser und Thomas Schnitzer, die bisher im Landtag den „Bürgerklub“ bildeten. Das Ergebnis vom Wahlabend änderte sich nicht mehr. Gurgiser landete bei 4,84 Prozent und scheiterte damit unglücklich. Die Wahlbeteiligung liegt mit den Briefwählern zwar deutlich besser als am Wahlabend.

ÖVP und SPÖ sondierten, Oppitz reicht Platter die Hand

In ersten Sondierungsgesprächen haben am Dienstag unterdessen ÖVP und SPÖ über mögliche Eckpfeiler einer neuerlichen schwarz-roten Koalition gesprochen. Einen Kommentar gab es nach dem Treffen nicht. Auch die Grünen streben eine Regierungsbeteiligung an.

Innsbrucks Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer packte am Dienstag überraschend die Friedenspfeife aus. Die mit Landeshauptmann Platter zerstrittene Stadtchefin sprach dem ÖVP-Chef „großen Respekt“ für sein Abschneiden aus und bot ihm eine „Handreichung“ an.

TT.com berichtet in einem Blog über die aktuellen Ereignisse am Dienstag.

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