17.04.2012, 09:58  Aktualisiert: 17.04.2012, 10:15 
Champions League

Alabas Respekt vor Ronaldo: „Wird nicht leicht, ihn zu stoppen“

Der FC Bayern München kann sich nach dem Meisterschafts-Aus voll auf die Champions League konzentrieren. Der Gegner im Halbfinale: Niemand Geringeres als Real Madrid.
Bayerns ÖFB-Legionär David Alaba zeigt vor dem Duell mit Real Madrid und Cristiano Ronaldo Respekt, aber keine Furcht.
Foto: gepa

München - Die noch junge Karriere von David Alaba strebt am Dienstag (20.45 Uhr/live ORF eins) ihrem vorläufigen Höhepunkt entgegen. Der Wiener trifft mit dem FC Bayern München im Semifinal-Hinspiel der Fußball-Champions-League auf Real Madrid und hofft vor eigenem Publikum auf ein gutes Resultat, das für die Retourpartie am 25. April im Estadio Bernabeu alle Chancen offen lässt.

Im Falle eines Aufstiegs gegen den spanischen Rekordmeister würden die Bayern das Endspiel im eigenen Stadion gegen den Sieger des Duells Chelsea - Barcelona bestreiten. Um dies zu schaffen, bedarf es allerdings zweier Ausnahmeleistungen. „Real Madrid ist ein Weltklasse-Team, da müssen wir als Mannschaft kompakt sein und hochkonzentriert agieren“, sagte Alaba.

Vor allem vor dem in großartiger Form befindlichen Cristiano Ronaldo zeigte der Österreicher Respekt. „Er hat alles, was man als Weltklassespieler braucht. Ihn zu stoppen, wird sicher nicht einfach.“

Allzu stark wollte der 19-Jährige den Portugiesen und seine Kollegen aber auch nicht reden. „Wir dürfen nicht vergessen, auf uns zu schauen, denn wir sind auf Augenhöhe und haben unsere Qualitäten. Wir können Real wehtun“, betonte Alaba, der am Samstag beim Heim-0:0 gegen Mainz nach einer Hälfte als linker Mittelfeldspieler ausgetauscht wurde. „Eine reine Vorsichtsmaßnahme wegen leichter Knieprobleme, aber ich bin voll fit.“

Gegen Real wird der ÖFB-Internationale wieder als Linksverteidiger agieren - als Gegenspieler wartet voraussichtlich Angel di Maria, einer der herausragenden Kicker aus Reals Starensemble. Trotz der Qualitäten des argentinischen Teamspielers und einer drohenden Sperre bei einer Gelben Karte gab sich Alaba furchtlos und will sich nicht nur darauf beschränken, in der Defensive nichts anbrennen zu lassen. „Ich bin keiner, der nur hinten drin klebt. Ich versuche so wie immer, mein Spiel zu spielen und auch nach vorne etwas zu bewegen.“

Dies gelang Alaba in den vergangenen Wochen so gut, dass er bei den Bayern zum Stammspieler aufstieg und regelmäßig Lob von Trainer Jupp Heynckes erntet. „David ist ein ganz großes Talent, er rechtfertigt unser Vertrauen. Als er noch auf der Bank saß, sagte ich zu ihm, dass er in dieser Saison noch viele Einsätze haben werde. Da schaute er mich mit großen Augen an und dachte sicher nicht, dass es als Verteidiger sein würde“, sagte Heynckes dem „kicker“.

So richtig gewöhnt hat sich Alaba an die Rolle als Linksverteidiger aber noch nicht. „Ich fühle mich nach wie vor im Mittelfeld wohler, doch ich bin dankbar, dass ich überhaupt spielen darf“, meinte Österreichs Fußballer des Jahres. (APA)

Tiroler Tageszeitung, Onlineausgabe vom Di, 17.04.2012  09:58
aktualisiert: Di, 17.04.2012  10:15
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