„Das Herz am rechten Fleck“
Von Tobias Waidhofer
Innsbruck – Tirol ist in bei Handball-Teamchef Patrekur Johannesson. Nicht genug damit, dass neben dem waschechten Tiroler Andreas Lassner auch der Oberösterreicher Max Herrmann (HIT) sowie die beiden Salzburger Christian Aigner und Fabian Posch (beide Schwaz) zumindest im erweiterten Kader der österreichischen Nationalmannschaft aufscheinen, wird mit dem Goldgas-Cup (5. bis 7. April, in Innsbruck und Kufstein) der letzte Test für die WM-Qualifikationsduelle mit Mazedonien (9. und 16. Juni) in Tirol stattfinden.
Dabei trifft Österreich auf Slowenien, Griechenland, und Tschechien. „Das sind alles starke Gegner genau, wie ich es mir gewünscht habe“, meint der Isländer, der das Amt im August 2011, auf Empfehlung seines Vorgängers und Freundes Dagur Sigurdsson, übernommen hatte. Seine Mannschaft hat den früheren Deutschland-Legionär nach einem halben Jahr Zusammenarbeit voll von sich überzeugt: „Ich habe viele gut Jungs. Die haben das Herz alle am rechten Fleck.“
Ein Lob, das natürlich auch für die Abordnung mit Tirol-Bezug gilt. „Max (Herrmann, Anm.) ist für seine 20 Jahre schon sehr weit und hat ein enormes Potenzial. Andi (Lassner, Anm.) wollte eigentlich schon seine Karriere beenden. Aber ich habe ihn gefragt, ob er eine Chance haben will. Er wollte sie und hat sie auch genutzt.“ Ob Johannesson auch weitere Tiroler auf dem Zettel hat, verriet er nicht: „Über solche Sachen spreche ich nicht. Das wird man bei der Kadernominierung erfahren.“
Viel lieber philosophiert der charismatische Glatzenträger darüber, wie er seine Spieler noch besser machen kann. „Es ist immer die Frage: Was will ein Spieler erreichen? Wenn er besser werden will, muss er sehr viel arbeiten. Wir versuchen, den Jungs mit Tests und Trainingsplänen dabei zu helfen“, erklärt der Mann, der schon mit 18 Jahren seiner Heimat den Rücken kehrte, um in Deutschland Handball-Karriere zu machen.
Nach einem Besuch in Schwaz am vergangenen Mittwoch traf Johannesson gestern mit HIT-Trainer Stefan Öhler zusammen und beobachtete auch das Training der Innsbrucker. Schon im Vorfeld legte der Präsident des Tiroler Handballverbandes Thomas Czermin beim Teamchef ein gutes Wort für HIT-Goalie Martin Kalischnigg ein. Vielleicht gibt es bald noch eine weitere Verstärkung für die Tiroler Abordnung.


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