Zwei Tore in der Nachspielzeit bescheren ManCity den Titel
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Erst in der 93. Minute fixierte ManCity den ersten Meistertitel seit 1968.
Foto: EPA
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London - Die englische Fußball-Meisterschaft ist am Sonntag auf eine an Dramatik nicht zu überbietende Art und Weise zugunsten von Manchester City entschieden worden. Die „Citizens“ siegten vor eigenem Publikum gegen die Queens Park Rangers durch zwei Treffer in der Nachspielzeit mit 3:2 und hatten damit dank der um acht Tore besseren Tordifferenz die Nase vor dem entthronten Titelverteidiger Manchester United, der in Sunderland 1:0 gewann.
Die knapp 50.000 Zuschauer im Etihad Stadium erlebten eine Partie wie auf einer Hochschaubahn. Mit dem 1:0 durch Pablo Zabaleta in der 39. Minute schien alles planmäßig zu verlaufen, doch knapp nach Beginn der zweiten Hälfte gab es die erste kalte Dusche für die Hausherren, als Djibril Cisse nach Fehler von Jolean Lescott das 1:1 erzielte.
Da United gleichzeitig 1:0 führte, benötigte City unbedingt den zweiten Treffer - der gelang aber den Gästen, und das nach der Roten Karte für Joey Barton (55./Tätlichkeit) sogar in Unterzahl. Die „Citizens“ vergaßen bei einer Flanke auf Jamie Mackie, der unbedrängt einköpfeln durfte (66.).
Es folgte eine verzweifelte Sturm- und Drangphase von ManCity. Die Queens Park Rangers verbarrikadierten sich im eigenen Sechzehner und schienen die Gastgeber damit vor eine unlösbare Aufgabe zu stellen. Als viele Fans schon Tränen in den Augen hatten, kam aber noch die sensationelle Wende. Dzeko erzielte in der 91. per Kopf nach einem Eckball das 2:2 und Aguero traf zwei Minuten später zum umjubelten 3:2 - der Argentinier war vom eingewechselten Balotelli optimal in Szene gesetzt worden.
Bei den United-Fans löste diese Nachricht Entsetzen aus, und auch Coach Alex Ferguson stand der Schock ins Gesicht geschrieben, als er von Citys spätem Siegestor erfuhr. Davor hatten die Anhänger der „Red Devils“ in Sunderland schon über die vermeintliche 20. Meisterschaft gejubelt.
So aber ging der Titel zum dritten Mal - zum ersten Mal seit 1968 - an den Stadtrivalen. „Fünf Minuten vor dem Ende hätte ich nicht mehr geglaubt, dass wir noch gewinnen. Aber wir sind verdient Meister geworden“, erklärte Trainer Roberto Mancini.
Arsenal sichert Champions-League-Platz ab
Der FC Arsenal behauptete seinen dritten Platz mit 70 Punkten einen Zähler vor dem Nordlondoner Erzrivalen Tottenham Hotspur. Die „Gunners“ erkämpften sich einen 3:2-Sieg bei West Bromwich Albion, dem Club des neuen englischen Nationaltrainer Roy Hodgson.
Die Spurs kamen zu einem 2:0-Heimsieg gegen den FC Fulham, sind damit als Vierter aber möglicherweise nur in der Europa League dabei - wenn nämlich der sechstplatzierte FC Chelsea am 19. Mai das Champions-League-Finale beim FC Bayern München gewinnen sollte. In dem Fall dürften die Gunners als Dritter nur in der Königsklassen-Qualifikation antreten. Chelsea gewann sein letztes Saisonspiel gegen die bereits abgestiegenen Blackburn Rovers zu Hause mit 2:1. (APA, dpa)
aktualisiert: So, 13.05.2012 19:05



