11.01.2012
Bundesliga

Wacker-Kapitän will noch länger an Bord bleiben

Von Wolfgang Müller

Innsbruck – Er läuft und läuft und läuft – der Werbeslogan für den legendären VW Käfer passt haargenau zu Tomas Abraham. Keine einzige Meisterschaftsminute verpasste der 32-Jährige, seit er im Sommer 2010 seinen Dienst beim FC Wacker antrat. 55 Spiele in Serie räumte die Kampfmaschine im Wacker-Mittelfeld verlässlich auf, ein Ende ist noch nicht in Sicht. Selbst die Knieoperation knapp vor Weihnachten soll die beeindruckende Serie des Tschechen nicht gefährden. „Mir geht es schon ganz gut. Ich hab‘ in der Pause konsequent gearbeitet, auch zu Weihnachten und Silvester. Bis zum Trainingslager möchte ich wieder ins Mannschaftstraining einsteigen.“ Ergo sind die lästigen zwei freien Gelenkskörper im linken Kniegelenk längst kein Thema mehr, die Zukunft dafür umso mehr.

Die Frühjahrsmeisterschaft zum Beispiel: „Wenn wir einen guten Start erwischen, ist sehr viel möglich“, will der Wacker-Kapitän das neue Jahr so beginnen, wie das alte in Kapfenberg endete – mit einem Erfolgserlebnis. „Vier Punkte in den ersten beiden Runden mit den Heimspielen gegen Salzburg und Admira wären ideal. Damit könnten wir einen Lauf starten“, sieht der Routinier Chancen, in der Tabelle Plätze gutzumachen. Wir haben im Herbst gesehen, dass wir mit jedem Konkurrenten mithalten können.“

Vor dem Start ins Frühjahr will der bis zum Sommer an den FC Wacker vertraglichGebundenen, seine ferne Zukunft geklärt wissen. Was auch ganz im Interesse von Wacker-Sportdirektor Oliver Prudlo ist, der mit dem Kapitän verlängern will. „Das wird wohl mein letzter Kontrakt werden. Ich kenne die Strategie des Vereins nicht, aber mir schwebt nicht ein Einjahres-, sondern ein Zweijahresvertrag vor“, weiß Abraham, der im April 33 wird, dass ihm nur noch einige Jahre als Fußballprofi bleiben. Die möchte er in Innsbruck im schwarzgrünen Dress absolvieren: „Meiner Familie gefällt es sehr gut in Tirol. Noch fanden allerdings keine Vertragsgespräche statt, dazu bleibt dann auch im Trainingslager Zeit genug.“

Beim Ligakonkurrenten Sturm hat gestern Präsident Gerald Stockenhuber seine Position mit sofortiger Wirkung zur Verfügung gestellt. Der Grund: Differenzen im Vorstand bei Personalfragen.

Tiroler Tageszeitung, Printausgabe vom Mi, 11.01.2012
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