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ÖFB-Cup

FC Wacker nimmt die erste Cup-Hürde souverän

Bundesligist FC Wacker Innsbruck erledigte die ÖFB-Cuphürde beim steirischen Regionalligisten SV Allerheiligen mit 4:1 (3:0) souverän. Auch Sturm-Coach Darko Milanic nickte anerkennend.

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Aus Allerheiligen bei Wildon: Alex Gruber

Allerheiligen – Nach einem der vielen steirischen Dorfwirte, dem Ort Wurzing und einem malerischen Maisfeld tauchte auch irgendwann in der steirischen Provinz das „Stadion“ des SV Allerheiligen auf. „Hast einen Kulturschock?“, flachste gleich die Dame am Eingang. Mit Stolz wird die Arbeit beim Klub in der 1400-Seelen-Gemeinde getragen, seit 2007 ist man schließlich unentwegt in der Regionalliga Mitte engagiert. Sogar einen Schal mit den beiden Vereinsnamen gab es um 15 Euro vor dem Cup-Feiertag zu kaufen. Ein Hauch von Europacup-Flair.

Der David aus der Steiermark ließ aber bereits nach 30 Sekunden durch Angreifer Vedran Vinko die große Chance auf die Sensation liegen, statt ins Tor schoss er Wackers Innenverteidiger Sebastian Siller in den Bauch. „Da haben wir mächtig Schwein gehabt. Danach hat aber fast alles gepasst“, strahlte „Chefcoach“ Florian Klausner nach getaner Arbeit. Mit frühem Pressing, aggressivem Zug nach vorne wurde Wacker rasch Herr der Lage und schenkte den Steirern durch die beiden Außenverteidiger Alex Hauser (9.) und Thomas Bergmann (21.) zwei genickbrechende Treffer ein. Der dritte vor der Halbzeit erfolgte nach einem Stanglpass von Roman Wallner bereits wie aus einem Guss. „Normal geht das nicht so leicht. Ich habe es mir schwerer vorgestellt“, atmete Wallner nach dem Match durch. Auch den Schlusspunkt durch Doppeltorschütze Christopher Wernitznig konnte er auf seiner Assistliste verbuchen.

„Wir sind mit der Schrecksekunde zu Beginn gleich wachgerüttelt worden. Phasenweise hat’s gut ausgeschaut, phasenweise weniger. Man sieht zumindest, was wir wollen“, ließ Hauser bei allem Lob auch Selbstkritik durchdringen. Im zweiten Durchgang ging etwas der Fluss verloren, zudem musste sich Goalie Wolfgang Schober beim Ehrentreffer durch einen Freistoß von Andrej Prejac in der Schlussminute am Weg zum „Zu-null“ doch noch beugen. Ein Treffer, der aus Sicht von Ex-GAK-Kicker und Allerheiligen-Coach Enrico Kulovits natürlich viel zu spät fiel: „Gegen einen Bundesligisten wie Wacker kann man nur bestehen, wenn man von Beginn an mutig auftritt. Das haben wir aber nicht getan, sind erst nach dem 3:0 aufgewacht und da war es zu spät.“

Dass Wacker hellwach, mit aggressivem Pressing und zielstrebig nach vorne spielend punktete, war mitten im Publikum auch Sturm-Coach Darko Milanic nicht entgangen: „Wacker ist geordnet, kompakt, hat Ideen und man sieht klar, was sie wollen“, sparte er nicht mit Lob, ehe die Blackies am kommenden Sonntag zum Bundesliga-Auftakt im Tivoli gastieren. Das Cup-Warm-up absolvierten beide Teams sehr souverän.

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GEPA pictures/ David Rodriguez

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