KSV-Spionage in der Reichenau
Von Thomas Mair
Innsbruck – „Auf diesem extrem unebenen Platz ist es eigentlich unmöglich, Fußball zu spielen!“ Schwaz-Trainer Martin Hofbauer hatte nach der gestrigen 2:4-Niederlage bei der Reichenau schnell einen Grund für die Niederlage gefunden, zumal die Innsbrucker ihren Heimvorteil perfekt ausnützen und die Tabellenspitze in der UPC Tirol Liga zurückerobern konnten. „Eine gute Partie unsererseits“, resümierte Trainer Thomas Lenninger, der die Partie schnell abhakte, um sich der anstehenden größeren Aufgabe zu widmen.
Am Mittwoch (16.30 Uhr) empfangen die Innsbrucker Bundesligist Kapfenberg in der zweiten Hauptrunde des ÖFB-Cups. Dafür nahm Ex-Innsbruck-Spieler Kurt Russ sogar knapp 900 Straßenkilometer aus der Steiermark in Kauf, um den Viertligisten genauer unter die Lupe zu nehmen. „Die Kapfenberger nehmen den Cup ernst und wollen über uns drüberfahren“, ist sich Lenninger sicher. Selbst eine Videoaufzeichnung war den Kapfenbergern die Reichenau wert, damit von Trainer Werner Gregoritsch zuhause die Stärken und Schwächen der Innsbrucker analysiert werden können. Welchen Spieler sich Spion Russ besonders notierte, war nicht zu eruieren. Der nicht allzu gute Zustand des kleinen Platzes schien aber auch dem 46-jährigen ehemaligen Verteidiger nicht entgangen zu sein. Womöglich ein Vorteil für die Lenninger-Elf, die von einer Sensation gegen den Bundesligisten träumt.
Weit weniger sensationell war da schon der klare Kitzbüheler 3:0-Heimsieg über Aufsteiger Kolsass. Wegen der Regenfälle musste die Partie auf den Kunstrasen verlegt werden. Dort spielte Mittelfeldspieler Ulrich Lechner seine technischen Fähigkeiten aus und entschied per Hattrick die Partie im Alleingang. „Das Ergebnis hätte noch deutlicher ausfallen müssen“, sprach Kitzbühels sportlicher Leiter von einer überzeugenden Leistung seiner Mannschaft.


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