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Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom 01.05.2013

Für das Toreschießen waren die Altherren verantwortlich

Während die Reichenau mit dem 0:0 keine Punkte auf Tabellenführer Schwaz gutmachte, stöhnt der SV Völs unter einer außergewöhnlichen Torhüterknappheit.

Innsbruck – Die Rivalität zwischen der Reichenau und der Union ist trotz ehemaliger Spielgemeinschaft weiterhin existent und der Sieger hatte gestern den Schmäh auf seiner Seite. Besonders die Reichenauer Altherren teilten nach dem 4:3-Sieg im Vorspiel des UPC-Liga-Duells ein paar verbale Wuchtln aus und Doppelpack Andi Spielmann hatte auf der bestens gelaunten Tribüne besondere Freude.

Die gute Laune vom Vorspiel brauchten die Zuschauer auch im Aufeinandertreffer der Kampfmannschaften, um sich von „der wilden Partie auf einem schwer zu bespielenden Platz“ (O-Ton Reichenau-Trainer Florian Schwarz) abzulenken. Das torlose Remis war gerecht und tat der guten Stimmung keinen Abbruch.

Eine wahrlich endlose Geschichte ist die Völser Torhütermisere. Nachdem Andi Eberl (Kreuzbandriss) und Christoph Eigentler (Bänderverletzung in der Schulter) am Freitag am Operationstisch lagen, war Not am Mann. „Im Stile David Copperfields habe ich eben den nächsten Torhüter herausgezaubert“, wurde Trainer Christoph Aschenwald beim italienischen Routinier Maurizio Pastorelli fündig, der eigentlich nur für das Training engagiert wurde. „Er hat uns einmal ausgeholfen, aber nicht lang“, denn bei der 2:4-Niederlage in Kolsass musste er in der 21. Minute mit Rot vom Feld. Der 18-Jährige Elias Nigsch sprang ein, konnte die Niederlage aber auch nicht verhindern. (lex, tomi)