17.01.2012, 12:40  Aktualisiert: 18.01.2012, 14:21 
YOG 2012

Gold für Österreichs Team im Ski- Mixed-Bewerb, Bronze für Rodler

Mit Christina Ager leistete auch eine Tirolerin ihren Anteil zu olympischem Edelmetall. Auch Rodlerin Kastlunger durfte sich über ihre zweite Medaille freuen.
Christina Ager, Mathias Graf, Martina Rettenwender und Marco Schwarz jubelten am Patscherkofel über Gold.
Foto: APA/BARBARA GINDL
   

Innsbruck – Österreichs alpines Ski-Quartett ist bei den 1. Olympischen Jugend-Winterspiele in Innsbruck am Dienstag im Mixed-Teambewerb zu Gold gerast. Martina Rettenwender, Christina Ager, Marco Schwarz und Mathias Graf gewannen am Patscherkofel vor den Augen von IOC-Präsident Jacques Rogge und FIS-Chef Gian-Franco Kasper die Team-Premiere bei Olympia vor Norwegen und Frankreich. Anschließend zog der IOC-Präsident zufrieden Halbzeitbilanz.

Überraschendes Edelmetall im Eiskanal

Die zweite Medaille für Österreich gab es am Dienstag im Igler Eiskanal. Im Teamstaffel-Bewerb der Rodler eroberten die heimischen Athleten Bronze. Die bereits vergoldete Miriam-Stefanie Kastlunger, Armin Frauscher und das neu zusammengestellte Doppel Thomas Steu/Lorenz Koller mussten sich unter elf Nationen nur den USA und Deutschland geschlagen geben. Österreichs Olympia-Mannschaft hält damit nach vier von neun Wettkampftagen beim vier Mal Gold und zwei Mal Bronze.

Der Jubel im österreichischen Rodel-Lager über die nächste Medaille war groß. „Weil wir eigentlich nur mit dem vierten Platz gerechnet haben“, bekannte Kastlunger im Ziel. „Umso cooler ist diese Medaille. Ich war so froh, dass im Ziel bei uns schon die Eins aufgeleuchtet ist. Heute Abend werden wir dann ordentlich feiern.“ Angelika Neuner, die als Aktive Olympia-Silber 1992 und Bronze 1998 gewonnen hatte und nun als Trainerin im Verband engagiert ist, erläuterte: „Wir haben ein ganz junges Doppel, das noch kaum Erfahrung hat. Umso sensationeller ist diese Medaille. Sie haben alles perfekt gemacht.“

Ski-Team im Finale souverän

Im Viertelfinale gewann Österreich das Duell mit Kanada klar mit 4:0. Im Halbfinale des Parallelriesentorlaufes verlor zunächst Rettenwender, die Nichte von Ex-Weltmeister Michael Walchhofer, gegen Estelle Alphand, die Tochter des ehemaligen Weltcup-Gesamtsiegers Luc Alphand. Superkombinations-Sieger Schwarz und die Super-G-Dritte Ager setzten sich aber durch, Graf verlor sein Duell. Durch den Gleichstand ermöglichte die bessere Gesamtzeit der jeweils beiden Schnellsten Österreich aber den Aufstieg.

Im Finale gegen Norwegen setzte sich das rot-weiß-rote Quartett vor den Augen der ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel klar durch. „Eine coole Sache im Team zu gewinnen. Es hat unheimlich Spaß gemacht“, jubelte Schwarz im Ziel über seine zweite Goldmedaille. Auch Ager, die mit ihrem Versprecher und Schimpfwort bei der Eröffnungsfeier für Aufmerksamkeit gesorgt hatte, strahlte mit der Sonne um die Wette. „Endlich habe ich Gold. Eine Erlösung“, sagte die Tirolerin. Beide Athleten hoffen noch auf weiteres Edelmetall. „Im Slalom sind wir noch stärker“, betonten die beiden unisono.

Lob von Rogge für Innsbruck

IOC-Präsident Rogge lobte Innsbruck anschließend für den bisherigen Verlauf: „Innsbruck ist der ideale Platz für die ersten Spiele. Man spürt in der Stadt wirklich den olympischen Geist. Gratulation an die Organisatoren, alles ist perfekt organisiert.“ Und auch Kasper, der als Chef der Koordinierungskommission von Beginn an im OK eingebunden war, ist zufrieden: „Alles ist perfekt, wie wir uns das vorgestellt haben. Und bisher haben 21 Nationen Medaillen gewonnen, die Spitze ist viel breiter als bei den Großen. Das ist sehr gut für den Skisport.“

In Seefeld gab es indes für Österreichs Langläufer nichts zu holen. In den Klassik-Rennen erreichten Lisa Unterweger als 22. und Alexander Gotthalmseder als 26. die besten Ergebnisse. Im Eishockey verlor Österreichs Eishockeyteam der Mädchen in der Olympiaworld Innsbruck gegen Topfavorit Schweden 0:3 und geht damit nach drei Siegen und einer Niederlage als Gruppenzweiter in das Halbfinale am Freitag. Der Gegner steht noch nicht fest. Die Burschen verabschiedete sich indes mit einem 0:9 gegen Kanada, der vierten Niederlage im vierten Gruppenspiel, als Vorrundenletzter aus dem Turnier. Am Nachmittag hatten die rot-weiß-roten Rodler im Teambewerb die Chance auf eine weitere Medaille. (APA)

Tiroler Tageszeitung, Onlineausgabe vom Di, 17.01.2012  12:40
aktualisiert: Mi, 18.01.2012  14:21
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